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  http://www.n-tv.de/557310.html

Dienstag, 19. Juli 2005

Engagement in Linkspartei

Geistlichen droht Überprüfung

Evangelische Geistliche, die sich für die neue Linkspartei engagieren, müssen mit einer Loyalitätsprüfung durch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rechnen. Die Prüfung gelte auch für hauptamtliche Mitarbeiter in Kirche und Diakonie, sagte der für Arbeitsrecht zuständige EKD-Referatsleiter Detlev Fey dem Bielefelder "Westfalen-Blatt". Es müsse aber zunächst abgewartet werden, wofür die neue Linkspartei stehe und welche konkreten Inhalte sie vertrete.
 
Nach der neuen am 1. September in Kraft tretenden "Loyalitätsrichtlinie" für die 650.000 Mitarbeiter in Kirche und Diakonie dürfen Beschäftigte keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Kirche hervorrufen. Dies wäre dem Bericht zufolge der Fall, wenn sie sich außerhalb der Arbeitszeit für eine rechts- oder linksextreme Gruppierung engagierten.
 
Vor rund einem Jahr hatte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, bereits erklärt, nach seinem Verständnis seien Pfarramt und PDS-Mitgliedschaft unvereinbar. Er sagte in einem Zeitungs-Interview: "Ein Pfarrer kann nach meinem Verständnis weder NPD- noch PDS-Mitglied sein. Die NPD ist totalitär, fremdenfeindlich, zum Teil antisemitisch, die PDS hat kein Verständnis für Religion und freie Religionsausübung."
 
 
 
 

Auto - Mortor - Sport

 
 
 
  http://www.nwz-online.de/nwz/index_2590.php?imgaddi=/nwz-bilder/klein/2005/07/19/&showid=699804&navpoint=1

19.07.05
Arbeitslose müssen auf ihr Geld warten

COMPUTERPANNE

Betroffen sind unter anderem Empfänger von Einmalzahlungen
 
NÜRNBERG
/DPA - Eine Computerpanne bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) verzögert seit Mitte vergangener Woche die Auszahlung bestimmter Leistungen an Arbeitslosengeld-II-Bezieher. Betroffen seien Empfänger von Einmalzahlungen, wie Zuschüsse zu Klassenfahrten, sowie Nachzahlungen nach Widersprüchen und Neubewilligungen von Arbeitslosengeld II, teilte ein BA-Sprecher mit. Normale Monatszahlungen des Arbeitslosengeldes II erreichten hingegen weiterhin ohne Probleme ihre Empfänger. Ursache für die Panne sei ein Fehler, der beim Aufspielen einer aktualisierten Software aufgetreten war. Über die Zahl der von der Störung betroffenen Arbeitslosengeld-II-Empfänger konnte der BA-Sprecher keine Angaben machen. Fachleute rechnen mit mehreren zehntausend Betroffenen. „Ich kann
verstehen, dass das im Einzelfall sehr ärgerlich ist“, sagte der Sprecher. Er gehe aber davon aus, dass die Zahlungen bald wieder normal laufen.
 
 
 
  http://www.nwz-online.de/nwz/index_2590.php?imgaddi=/nwz-bilder/klein/2005/07/19/&showid=699791&navpoint=1

19.07.05
Großbritannien plant Rückzug

LONDON
/AFP - Großbritannien will nach den Worten von Verteidigungsminister John Reid innerhalb der kommenden zwölf Monate mit dem Rückzug seiner im Irak stationierten Truppen beginnen. Weder sein Land noch die USA hätten „langfristige imperiale Ansprüche“ im Irak, sagte Reid. Daher würden die Truppen nur so lange bleiben, wie sie gebraucht würden. Die Präsenz britischer Truppen werde aber erst dann „schrittweise“ verringert, wenn die irakischen Sicherheitskräfte die Lage unter Kontrolle hätten.
 
 
 
 

Wie Bildmanipulationen funktionieren



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  http://www.ftd.de/pw/de/14766.html

18. Juli 2005 ftd.de, 12:15 Uhr
EU-Haftbefehl in Deutschland ist nichtig

Das Bundesverfassungsgericht hat die Regelung zum Europäischen Haftbefehl in Deutschland für verfassungswidrig und nichtig erklärt. Mutmaßliche Straftäter mit deutschem Pass dürfen damit vorerst nicht mehr ans EU-Ausland ausgeliefert werden.

 Die Richter des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgericht

Der Zweite Senat des Gerichts gab damit der Verfassungsbeschwerde eines unter Terrorverdacht stehenden Deutsch-Syrers Mamoun Darkazanli statt, der nach Spanien ausgeliefert werden sollte. Deutschland hatte mit dem vereinfachten Auslieferungsverfahren im August 2004 erstmals die Auslieferung Deutscher an ausländische Strafverfolger erlaubt.

Nach dem Urteil hat der Gesetzgeber dabei jedoch zu wenig Vorkehrungen für den Schutz der Grundrechte deutscher Tatverdächtiger getroffen. Der EU-Rahmenbeschluss zum Europäischen Haftbefehl aus dem Jahr 2002, auf den das Gesetz zurückgeht, lasse dafür genügend Spielraum. Der Bundestag steht nun in der Pflicht, ein neues Gesetz zum Europäischen Haftbefehl zu verabschieden, bevor eine Auslieferung wieder möglich ist.

Urteil fällt in Phase der Europaskepsis

Der Karlsruher Richterspruch fällt in eine schwierige Phase. Nach den Diskussionen über die EU-Verfassung und den EU-Haushaltsplan stehen viele Europäer der EU ohnehin skeptisch gegenüber, Vorbehalte gegen das gemeinsame Auslieferungsreglement könnten die Stimmung weiter trüben. Zudem dürfte derzeit alles, was eine EU-weite Strafverfolgung hemmen könnte, mit größter Skepsis beäugt werden. Schließlich hatten die EU-Innenminister gerade unter dem Eindruck der Anschläge von London den Willen zur gemeinsamen Terrorbekämpfung bekräftigt.

Abschiebung in letzter Minute gestoppt

Der in Hamburg ansässige Kläger Darkazanli wird von der spanischen Justiz beschuldigt, seit 1997 in Deutschland, Spanien und Großbritannien als eine Schlüsselfigur von al-Kaida das Terrornetzwerk logistisch und finanziell unterstützt zu haben. Bislang ist gegen den 46-Jährigen aber keine Anklage erhoben worden. Deutsche Ermittlungsbehörden konnten ihn bislang nichts anhaben. Die Mitgliedschaft in ausländischen Terrorgruppen ist in Deutschland erst seit 2002 strafbar, Darkazanlis angebliche Aktivitäten fanden aber davor statt.

Am 15. Oktober vergangenen Jahres wurde der Deutsch-Syrer auf Grund eines in Spanien ausgestellten EU-Haftbefehls in Hamburg festgenommen. Die Justizbehörden der Hansestadt ordneten seine Abschiebung an, das Hanseatische Oberlandesgericht erachtete diese als zulässig. Erst das Bundesverfassungsgericht stoppte am 24. November in letzter Minute die bis zur Entscheidung über die von Darkazanlis Anwälten eingereichte Verfassungsbeschwerde.
© 2005 Financial Times Deutschland
 
 
 
  http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=45203
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FROM JOSEPH FARAH'S G2 BULLETIN
Al-Qaida nukes already in U.S.
Terrorists, bombs smuggled across Mexico border by MS-13 gangsters
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Posted: July 11, 2005

WASHINGTON — As London recovers from the latest deadly al-Qaida attack that killed at least 50, top U.S. government officials are contemplating what they consider to be an inevitable and much bigger assault on America — one likely to kill millions, destroy the economy and fundamentally alter the course of history, reports Joseph Farah's G2 Bulletin.

According to captured al-Qaida leaders and documents, the plan is called the "American Hiroshima" and involves the multiple detonation of nuclear weapons already smuggled into the U.S. over the Mexican border with the help of the MS-13 street gang and other organized crime groups. ...

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  http://www.web-hoster.com/~zoe/alqaida.html

Warum es Al Qaida nicht geben kann

Al Qaida soll eine Organisation mit einem weltumspannenden Netz sein. Nach den offiziellen Darstellungen müsste sie fähig sein, in allen möglichen Ländern radikale Islamisten, die sich ihr anschließen wollen, aufzunehmen. Das muss man sich jetzt einmal konkret vorstellen: In London zum Beispiel wächst ein muslimischer Junge heran, der von Al Qaida in den Nachrichten gehört hat und irgendwann den Entschluss fasst, sich in ihren Dienst stellen zu wollen. An wen soll er sich nun wenden?

Er wird vielleicht in der Moschee nachfragen, wo sich denn hier eine Al-Qaida-Gruppe trifft. Der Muezzin wird ihm dann wahrscheinlich einen gehörigen Moralvortrag erteilen und eine Abfuhr verpassen; oder aber - wenn er wirklich ein so radikaler Prediger sein sollte, wie es die Medien manchmal darstellen, und in Al Qaida eingeweiht ist, dann wird er sagen: Woher soll ich wissen, dass du kein Infiltrant vom Geheimdienst bist? Ich werde dir nichts sagen.

Ja, woher sollte eine Al Qaida wissen, ob ein Neuer nicht ein Infiltrant ist? Wenn eine Organisation in aller Welt offen für Neulinge ist, dann können da auch immer Infiltranten hineingelangen. Wenn es sich bei Al Qaida wirklich um eine so geheime islamische Terrororganisation handeln sollte, dann könnte sie in dieser weltumspannenden Form mit eigenem Netzwerk und Infrastruktur niemals so lange bestehen, selbst wenn alles auf privaten Kontakten aufgebaut ist. Geheimdienstler wissen, dass es schon im kleinsten Kreis unheimlich schwierig ist, ein verbrecherisches politisches Unternehmen durchzuführen. Schon da kann man sich untereinander kaum trauen - und das zu recht: Wenn ein großer Geheimdienst Interesse daran hat, so eine Gruppe zu zerschlagen, dann bietet er einem Informant Millionen, so dass dieser kein Problem mehr damit hat, zum Beispiel seinen eigenen Bruder zu verraten.

Ein radikaler Moslem, der sich theoretisch gerne Al Qaida anschließen will, wird, sobald er sich konkrete Schritte überlegt, merken, dass er überhaupt nicht wissen kann, mit wem er es da zu tun hat. Er kann schließlich nicht alle persönlich kennen - da es ja ein weltumspannendes Netz sein soll. Jeder könnte ihn verraten. Kein kluger Terrorist würde so einer großen Organisation vetrauen und sich ihr anschließen. Und für diejenigen Islamisten, die wirklich einmal so dumm sein sollten, den "Al-Qaida-Ortsverband" aufzusuchen, wird die CIA schon vorgesort haben, indem die diesen Verband als Scheinorganisation betreibt. Sie wird diejenigen, die so in ihre Fänge geraten sind, ein bisschen konspirieren lassen, um dann schließlich in den Medien das erfolgreiche Ausheben eines Terrornests vorführen zu können.

Was die Anschläge in London betrifft, so kann kein radikaler Moselm ein Interesse daran haben, gerade dort Bomben zu legen, wo besonders viele Moslems unterwegs sind - so wie es geschehen ist. Dafür können sich andere Kräfte sicher sein, dass Araber unter den Toten sind, die sie als Täter vorführen können, und sie haben wieder einmal einen Grund, Schritt für Schritt den Überwachungsstaat zu verschärfen.
 
 
 
  http://news.ft.com/cms/s/28cfe55a-f4a7-11d9-9dd1-00000e2511c8.html

China ‘ready to use N-weapons against US’
By Alexandra Harney in Beijing
Published: July 14 2005 21:59 | Last updated: July 14 2005 23:49
China is prepared to use nuclear weapons against the US if it is attacked by Washington during a confrontation over Taiwan, according to a senior Chinese military official.
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“If the Americans draw their missiles and position-guided ammunition on to the target zone on China's territory, I think we will have to respond with nuclear weapons,” Zhu Chenghu, a major general in the People's Liberation Army, said at an official briefing.

Mr Zhu, who is also a professor at China's National Defence University, was speaking at a function for foreign journalists organised, in part, by the Chinese government. He added that China's definition of its territory includes warships and aircraft....

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  http://www.german-foreign-policy.com/de/news/art/2005/54741.php

Der Große Krieg

17.07.2005

MINSK/KIEW/BERLIN(Eigener Bericht) - Die deutsche Medienkampagne gegen die Regierung Weißrusslands nimmt schärfere Formen an und stellt "Rezept(e) für den Machtwechsel" zur Diskussion. Ziel ist die Inthronisierung der westlich orientierten Opposition vor oder nach den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr. Laut Berechnungen des staatsfinanzierten Deutschlandfunk bleibt das weißrussische Protestpotential zwar gering (17 Prozent), doch bestehe das Interesse an einem Austausch der politischen Eliten unverändert. Als führende Hauptstädte der Interventionsbegehren nennt der deutsche Staatsrundfunk "Berlin, Brüssel und Washington". Die Medienkampagne wird von zunehmendem Druck auf Moskau begleitet, das russische Militärstützpunkte in Moldawien schließen soll. Damit geriete ein weiteres Territorium der früheren UdSSR fast gänzlich unter westliche Kontrolle. Sowohl Moskau wie Minsk glauben, die westlichen Pressionen durch Bündnisse mit China parieren zu können. Beijing warnt die USA vor militärischen Attacken und kündigt den Gebrauch von Atomwaffen an, sollte es angegriffen werden.

Die Verschärfung der deutschen Medienkampagne gegen die Regierung Weißrusslands begann im Juni mit vermeintlichen Enthüllungen über die Herstellung deutscher Polizeiuniformen in einer weißrussischen Fabrik. Der Deutschlandfunk prangerte die Nutzung "preiswerte(r) Nähdienste aus dem Diktatorenstaat" an1) , das öffentlich-rechtliche Fernsehen legte einen Wirtschaftsboykott nahe: "Mehrere deutsche Bundesländer und der Bund sind gute Kunden der letzten Diktatur in Europa."2) Große Aufmerksamkeit finden auch innenpolitische Auseinandersetzungen um die polnisch sprechende Minderheit.3) Die Pressespekulationen kündigen Versuche an, ethnische Konflikte für Interventionen des Westens zu nutzen.

Umsturzpläne
Der Deutschlandfunk hat inzwischen detaillierte Umsturzpläne einer breiten Öffentlichkeit wohlwollend zugänglich gemacht. Bislang seien "alle Vorstöße westlicher Organisationen und Stiftungen" gescheitert, in Weißrussland "Reformen" anzustoßen, berichtet der Kölner Sender4) ; als erfolgversprechend wird ein Strategiepapier der deutschen Bertelsmann-Stiftung gewertet - mit "konkrete(n) Maßnahmen" für den Umsturz in Minsk. Über die Bertelsmann-Planungen hatte german-foreign-policy.com bereits im Februar berichtet.5) Die Planungen des ehemaligen Chefs der deutschen Auslandsspionage und früheren Leiters der OSZE-Mission in Minsk, Hans-Georg Wieck, werden als "eigenes Rezept für den Machtwechsel in Weißrussland" bezeichnet. Bei der Rezeptur handelt es sich um ein Maßnahmenbündel ausländischer Interventionen mit schweren Eingriffen in das internationale Völkerrecht.6) Nach den gewaltsamen Machtwechseln in Georgien und der Ukraine stehe nun "Weißrussland womöglich der nächste Umsturz bevor", heißt es im Deutschlandfunk.

Kalter Putsch
Auch ein kalter Elitenaustausch in Absprache mit Moskau wird in Berlin nicht ausgeschlossen. Diese Umsturzvariante berücksichtigt die geringe gesellschaftliche Reichweite der Minsker Opposition. So warnt der Russland-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Alexander Rahr, "das Protestpotential gegen Lukaschenko (ist) deutlich geringer (...) als das Protestpotential gegen Kutschma in der Ukraine". Auch der Deutschlandfunk teilt mit, "nur rund die Hälfte der Weißrussen" könne sich gegenwärtig "für Veränderungen im Land erwärmen" - "unbedingt einen politischen Wechsel wollen sogar nur 17 Prozent". In der DGAP wird daher empfohlen, "über Russland Einfluss auf Minsk zu nehmen". Man könne "sicher" sein, dass der Kreml Lukaschenka bei geeigneten Angeboten fallen lassen würde. Damit greift die deutsche Außenpolitik auf Konzepte zurück, die bereits im vergangenen Sommer in Berlin diskutiert wurden. Als geeigneter Ersatz für Lukaschenka und als auch für Russland akzeptabel galt damals die Minsker Parlamentsabgeordnete Natalia Mascherowa, die Ende Juni zu Gesprächen nach Berlin gereist war.7)

Vormarsch
Die Erwägung eines gemeinsamen Vorgehens gegen Minsk hindert Berlin nicht, an anderer Stelle auf Moskau Druck auszuüben und den russischen Rückzug aus Moldawien zu betreiben. Dort verfügt Russland über einen seiner letzten militärischen Vorposten auf früherem UdSSR-Gebiet. Der Präsident Moldawiens hat jetzt einen Plan vorgelegt, der die russischen Truppen durch NATO-Militäreinheiten ersetzen will. Das westliche Kriegsbündnis wäre damit in der vierten ehemaligen Sowjetrepublik dauerhaft präsent, nachdem es auch in den drei baltischen Staaten operiert.

Gegenbewegung
Moskau sucht das Vorrücken des Westens durch vertragliche Vereinbarungen mit der Volksrepublik China zu parieren. Auch Minsk hofft, sich auf den östlichen Beistand stützen zu können. Die russisch-chinesische Zusammenarbeit findet u.a. im Rahmen der Shanghai Cooperation Organization (SCO) statt; die SCO hat kürzlich die westliche "Anti-Terror-Koalition" aufgefordert, ihre Militärstützpunkte in Zentralasien zu schließen. Dort befindet sich auch ein Stützpunkt der Bundeswehr.8) Während die NATO ihren Einflussbereich schrittweise in Richtung Osten ausweitet, versucht die SCO ihr Terrain in Richtung Westen zu sichern. Der SCO gehören neben den vollgültigen Mitgliedern Russland, China und den zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan vier Staaten mit Beobachterstatus an: die Mongolei, Indien, Pakistan und der Iran.

Antworten
Das Shanghaier Staatenbündnis ist unüberwindbar, sollte es zu kriegerischen Auseinandersetzungen um die zentralasiatischen Ressourcen kommen. Am vergangenen Donnerstag warnte der chinesische General Zhu Chenghu die Vereinigten Staaten, Beijing werde Atomwaffen zur Anwendung bringen, wenn Washington chinesisches Territorium angreife. "Wir sind nicht in der Lage, einen konventionellen Krieg gegen die USA zu bestehen", sagte Zhu Chenghu. "Ich denke, wir müssten mit Nuklearwaffen antworten."9)

1) Europas Nähstube. Deutsche Polizeiuniformen aus Weißrussland; www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/386340/
2) Uniformen vom Diktator. Frontal21: Weißrussland schneidert für Deutschland; www.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,2327986,00.html
3) Lukaschenkos Kampf gegen die Wühlarbeiter der Freiheit; Spiegel Online 06.07.2005
4) Lukaschenkos Angst vor den "Kornblumen"; www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/393286/
5) s. dazu Umsturz, neue Folge
6) s. dazu 14 Millionen für den Umsturz
7) Mögliche belarussische Präsidentschaftskandidatin Mascherowa propagiert Westöffnung für Belarus; www.dgap.org. S. auch Brücke nach Russland
8) s. dazu Ausladung
9) Chinese General Threatens Use of A-Bombs if U.S. Intrudes; New York Times 15.07.2005
 
 
 
  http://www.nzz.ch/2005/07/03/al/articleCY157.html

3. Juli 2005, NZZ am Sonntag

Sie buddeln wie die Maulwürfe

Einen Teil des kulturellen Erbes im Irak - Statuen, Rollsiegel und Schmuck - haben Plünderer aus Museen und Ausgrabungsstätten fortgeschafft. Manchmal verschläft aber auch die Polizei einen Raub.

Inga Rogg, Erbil

Nach Mitternacht kann einen Polizisten schon einmal die Müdigkeit übermannen. Wenn er sich dann ein kleines Nickerchen gönnt, fällt das meist auch niemandem weiter auf. Zumal dann nicht, wenn er zur Bewachung eines Objekts abgestellt ist, das auf so geringe öffentliche Resonanz stösst wie das Zivilisations-Museum in Erbil. Pech ist freilich nur, wenn ein schamloser Dieb die menschliche Schwäche des Wachmanns ausnutzt, in das Museum einbricht, in aller Seelenruhe einige der feinsten Exponate in einen Plasticsack stopft und unerkannt im Dunkel der Nacht verschwindet. So geschehen vor ein paar Monaten in Erbil. Gleich zwei Wachleute waren in Tiefschlaf versunken, als ein Räuber ins örtliche Museum eindrang.

In diesem Fall hatten Archäologen wie Polizisten Glück im Unglück. Der Dieb wurde vor einigen Tagen gefasst und ein Grossteil der Objekte sichergestellt, darunter bemalte Keramik und andere Alltagsgegenstände aus prähistorischer Zeit, sumerische Keilschrifttafeln und weibliche Tonfiguren aus der Zeit der assyrischen Reiche.

Zerstörtes Puzzlespiel

Selten geht der Raub an der alten Kultur des Irak freilich so glimpflich aus wie in Erbil. Nach dem Einmarsch der amerikanischen Truppen wurden aus dem Museum von Bagdad mehr als 15 000 Objekte gestohlen. Bis heute sind 3000 wieder aufgetaucht, 1600 wurden in den Nachbarländern, in Europa und den USA konfisziert. Von Nord nach Süd hat seitdem jedoch ein regelrechter Plünderungsfeldzug in den archäologischen Stätten eingesetzt, der das kulturelle Erbe des Zweistromlandes zu vernichten droht. «In einigen Fällen ist die Zerstörung so gross, dass wir die historischen Puzzlesteine wohl nie wieder zusammensetzen können», sagt Kanaan Mufti, Leiter des Museums von Erbil. «Das ist nicht nur ein Vergehen an unserer Geschichte, sondern an der ganzen Menschheit.»

Sumerer, Babylonier und Assyrer brachten entlang von Euphrat und Tigris die frühesten Zivilisationen Vorderasiens hervor. Gilgamesch, der gleichnamige Held des ältesten erhaltenen Epos der Menschheit, lebte hier wie auch der babylonische König Hammurabi, von dem der älteste vollständig überlieferte Gesetzeskodex stammt. Rund 12 000 archäologische Stätten sind im Irak registriert. Allein in Kurdistan gebe es mehr als 3100 weitere Stätten, die noch unerforscht seien, sagt Museumsdirektor Mufti.

Statt Archäologen bevölkern derzeit aber vor allem Grabräuber die Ausgrabungsstätten. Ob die assyrische Hauptstadt Ninive bei Mossul oder das bei Nasiriya im Südirak gelegene Ur, das die Bibel als Geburtsort von Abraham bezeichnet, überall bietet sich den Forschern das gleiche Bild - als wären es Äcker, graben Plünderer die Anlagen auf der Suche nach wertvollen Objekten um. Viele Orte sähen mittlerweile wie Mondlandschaften aus, heisst es in einem britischen Bericht.

Kulturraub ist im Irak nicht neu, einige Familien verdienen sich damit seit Generationen ein Zubrot, und die Korruption unter dem Saddam-Regime hat auch in den Museen ihren Tribut gefordert. Die weitgehende Rechtlosigkeit seit dem Sturz des Regimes hat der Plünderei indes zu bisher ungeahnter Blüte verholfen. In der Gegend um Nasiriya, wo einige der ältesten Stätten liegen, hat sich mittlerweile ein regelrechtes Bandenwesen entwickelt. Ausgestattet mit Geländewagen und Maschinengewehren, machen die Räuber sich über die Fundstätten her. Die örtliche Kommission für Altertümer hat vor der Übermacht der Raubritter kapituliert. Er sei kein Archäologe mehr, sondern Polizist, sagte kürzlich Kommissionschef Abdul Amir Hamdani. Da er die Stätten nicht schützen könne, setze er darauf, über einen Gewährsmann den Schmugglern auf die Spur zu kommen und sie dingfest zu machen.

Kapituliert haben mehr oder weniger auch die in Nasiriya stationierten italienischen Truppen. Nach ein paar Monaten hat eine Sondereinheit der Carabinieri ihre Luft- und Bodenpatrouillen wieder eingestellt. Wenig Rücksicht auf das Kulturerbe nahmen freilich auch die Koalitionstruppen. Als US-Truppen im April 2003 in Babylon bei Hilla ihre Militärbasis aufschlugen, ebneten sie kurzerhand einen Teil des antiken Geländes für einen Helikopterlandeplatz und Parkplätze ein. Später schlugen polnische Einheiten hier ihr Lager auf und zerstörten mit dem schweren Militärgerät Teile des 2600 Jahre alten Pflasters. Archäologische Funde aus dem riesigen Areal, das mit den Hängenden Gärten eines der sieben Weltwunder der Antike umfasst, landeten in den Sandsäcken zum Schutz vor Angriffen der Aufständischen. Das sei, als würde man bei den Pyramiden von Gizeh ein Militärlager aufschlagen, schrieb der britische Altertumskundler John Curtis nach einem Besuch der Stätte.

Gesamter Irak gefährdet

Wegen der immensen Schäden hat der World Monument Fund, eine in New York ansässige Stiftung zum Schutz des Kulturerbes, gleich den gesamten Irak in die Liste der bedrohten Stätten aufgenommen. Dass sich damit der Raubzug im Zweistromland aufhalten lässt, ist unwahrscheinlich. Ein Fundstück, für das der Dieb auf dem hiesigen Markt vielleicht 50 Dollar kassiert, kann auf dem internationalen Kunstmarkt mehrere tausend Dollar einbringen. Ein Grossteil der Objekte ist bisher wie vom Erdboden verschluckt. Auf den traditionellen Schmuggelpfaden gelangen die Objekte in die Nachbarländer Jordanien, Saudiarabien, Syrien, die Türkei und Iran, von wo sie dann über die internationale Kunst-Mafia in den Tresoren privater Sammler landen.

In Kurdistan habe man das Problem aber im Griff, sagt der Museumsleiter Mufti. Damit daran keine Zweifel aufkommen, hat das kurdische Fernsehen dieser Tage den Dieb von Erbil präsentiert. In einer Reality-TV-Sendung musste er dabei vor laufender Kamera seinen eigenen Diebstahl nachspielen. Als Kriminellen aus einem Nachbarland kündigte ihn der Moderator vielsagend an. Aber kaum hatte der Verdächtige den ersten Satz gesagt, wusste jeder - es ist ein Kurde aus Iran. Über die beiden schlafenden Polizisten schwieg sich die Sendung aber vornehm aus.
 
 
 
 


Hiroshima und Tage später Nagasaki wurden total vernichtet. Dabei war Japan militärisch längst geschlagen. Die Bomben richteten sich in Wahrheit gegen Stalin, der sich von den Atomschlägen derart beeindrucken ließ, daß er die bereits angelaufene Invasion in Richtung Japan abblies. Amerika hatte weiterhin freie Bahn in Südostasien.

 
  http://www.saar-echo.de/de/art.php?a=24729
DEUTSCHLAND (16.07.2005 15:01)
Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima:
Warum die A-Bomben wirklich fielen
Die Welt rätselte 60 Jahre lang über die wahren Motive der Bombardierung
von Hiroshima und Nagasaki — bis heute. . .


Von FRANK KRÜGER
Trinity/Hiroshima. (SE exclusiv) Heute um 5 Uhr 29 Minuten 45 Sekunden (Ortszeit), vor genau 60 Jahren, explodierte die erste Atombombe in der Wüste von New Mexico, 200 Meilen südlich von Los Alamos und 60 Meilen nordwestlich von Alamogordo (USA). Die Wissenschaftler — darunter zahlreiche deutsche Emigranten — die an ihrer Entwicklung im Rahmen des geheimen Manhattan-Projekts maßgeblich beteiligt waren und dem Atombombenversuch beiwohnen durften, waren stolz auf ihre Leistung und reagierten mit stürmischer Begeisterung. Ein Schaudern erfasste einige von ihnen erst drei Wochen später, als US-Präsident Harry S. Truman am 6. August 1945 eine von drei zur Verfügung stehenden Atombomben über das faktisch bereits geschlagene Japan 500 Meter über Hiroshima explodieren ließ, bevor er nachlegte und am 9. August eine zweite Atombombe, diesmal über Nagasaki, zur Explosion bringen ließ, ohne die japanische Reaktion auf das Drama von Hiroshima erst einmal abzuwarten. Der amerikanische Präsident hatte es eilig.

Truman befand sich an diesem 16. Juli 1945 bereits in Potsdam-Babelsberg und wartete ungeduldig auf Nachrichten aus Los Alamos. Niemand hatte ihm vor seiner Abreise zur Potsdamer Konferenz garantieren können, dass die neuen Bomben auch tatsächlich funktionierten und explodieren würden. Truman aber wollte den sowjetischen Diktator Stalin mit einer entsprechenden Erfolgsmeldung unbedingt beeindrucken. Deshalb hatte er zuvor mit fadenscheinigen Ausreden um Verschiebung der Konferenz auf die zweite Juli-Hälfte gebeten, in der Hoffnung, dass bis dahin die Atombombenversuche in New Mexico erfolgreich abgeschlossen sein würden.

Während sich Truman im Potsdamer Schloss Cecilienhof „missmutig“ — wie Beobachter damals registrierten — auf die Konferenz und sein erster Treffen mit dem sowjetischen Diktator vorbereitete, setzte der Assistent von US-Kriegsminister Stimson, George L. Harrison, in Washington ein verschlüsseltes Telegramm an seinen Chef ab: „Operation erfolgte heute morgen. Diagnose noch nicht vollständig, Ergebnisse scheinen jedoch zufriedenstellend und übertreffen bereits die Erwartungen…“

Die Meldung traf am 16. Juli 1945 um 19.30 Uhr auf Schloss Cecilienhof ein und wurde von Kriegsminister Stimson sofort an den Präsidenten und seinen Außenminister, James F. Byrnes, weitergeleitet. Das Verhältnis zwischen Truman und Byrnes war außerordentlich eng. Manche bezeichnen es gar als konspirativ. Jedenfalls genoss Byrnes, im Gegensatz zu seinen Kabinettskollegen, das Privileg eines nahezu ungehinderten Zugangs zum Präsidenten, während seine Kabinettskollegen oft abgeschirmt und von Informationen ausgeschlossen wurden. Wir wissen bis heute „nichts über die vielen privaten Gespräche zwischen James F. Byrnes und Präsident Truman in den Monaten April, Mai und Juni 1945“. Und „wir wissen fast nichts über die entscheidenden Planungssitzungen der beiden Männer während der achttägigen Schiffsreise vor der Potsdamer Konferenz und während der Rückfahrt kurz vor dem Abwurf“ [der Atombomben] über Japan, beklagte sich der amerikanische Historiker Gar Alperovitz in seinem 1995 erschienenen Buch „Hiroshima“.

Er erhob schwere Vorwürfe, die bis heute unbeantwortet im Raum stehen: Alperovitz kritisierte „dass die Öffentlichkeit ganz allgemein in die Irre geführt wurde“, dass Dokumente nicht zugänglich gemacht oder versteckt und vernichtet worden seien. „Viele wichtige Dokumente waren offensichtlich unterschlagen, andere merkwürdig manipuliert oder in einigen Fällen systematisch neu geschrieben worden“, beklagte sich der Wissenschaftler und fragte: „Was gab es zu verbergen?“

Höchst begeistert und zuversichtlich


Als Präsident Truman am 16. Juli 1945 von seinem Kriegsminister Stimson das seltsame Telegramm aus Washington in den Händen hielt, „verbesserte sich seine Laune schlagartig“. Die verklausulierte Nachricht bedeutete nichts anderes, als dass der Atombombentest erfolgreich verlaufen war. Ein weiteres Telegramm am Morgen des 18. Juli bestätigte den großen Erfolg und lieferte wichtige Zusatzinformationen: „Doktor kam soeben zurück, höchst begeistert und zuversichtlich, dass der kleine Junge so kräftig ist wie sein großer Bruder.“ Im Klartext: Auch die Plutonium-Implosionsbombe, die anschließend getestet worden war, war genauso stark wie die Uranbombe.

Schon nach Erhalt des ersten Telegramms hatte Truman am 17. Juli 1945 bei seiner ersten Begegnung mit Stalin aufzutrumpfen versucht, als er den sowjetischen Diktator in allgemein gehaltener Form über eine von den USA entwickelten Super-Bombe am Rande der Konferenz und unter vier Augen nur in Gegenwart eines Dolmetschers informierte. Doch seltsamerweise schien sich Stalin für Trumans spektakuläre Mitteilung nicht sonderlich zu interessieren. Der Diktator nahm die Nachricht eher gelangweilt auf. Truman konnte nicht ahnen, dass Stalin von der Entwicklung der amerikanischen Atombombe längst wusste. Sowjetische Spione in Los Alamos hatten ihn schon Monate zuvor über das amerikanische Manhattan-Projekt informiert. Der von Truman erhoffte Triumph verpuffte.

Dabei hatte der amerikanische Präsident noch ein Ass im Ärmel, von dem Stalin nichts ahnte. Bis heute konnte es vor der offiziellen Geschichtsschreibung verborgen gehalten werden, wie auch ein zweites Geheimnis, das mit Trumans Ass in einem direkten Zusammenhang steht und sich dahinter verbirgt. Beide Geheimnisse und ihre Verbindung miteinander unterliegen auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weitgehend immer noch der höchsten Geheimhaltungsstufe der USA, weil sich dahinter noch ein drittes Geheimnis verbirgt, das erstmals zu einem plausiblen Motiv für den Abwurf der Atombomben über Japan im August 1945 führen könnte, nach dem Historiker wie Alperovitz seit Jahrzehnten suchen:

Deutsche Code-Brecher in Diensten der USA


1. Ende 1944 wurde auf Anordnung des amerikanischen Oberbefehlshabers George C. Marshall eine amerikanisch-britische Spezialeinheit, das ”Target Intelligence Committee” (TICOM), zusammgengestellt und mit dem Ziel ausgebildet, deutsche Nachrichtenspezialisten aufzuspüren.Marshall war von der Überlegung ausgegangen, dass es Hitlers Codebrechern gelungen sein könnte, die sowjetischen Codes zu knacken. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wollte Präsident Roosevelt wissen, was sein Alliierter Stalin plante. Anfang März 1945 wurden mehrere kleine TICOM-Teams nach Deutschland entsandt, um gezielt Jagd auf die deutschen Codebrecher und ihre technische Ausrüstung zu machen. Tatsächlich hatten sie eine Dechiffriermaschine entwickelt, mit der es ihnen gelungen war, in die geheimsten sowjetischen Nachrichtennetze einzudringen. Bis Mitte April 1945 hatten TICOM-Einheiten etwa 200 deutsche Nachrichtenspezialisten entdeckt und gefangen genommen. Sie wurden mitsamt ihrer ”Wundermaschinen” nach England ausgeflogen. Fortan spuckten die deutschen Entschlüsselungsgeräte die geheimsten Nachrichten aus der Sowjetunion nunmehr für die Vereinigten Staaten aus.

2. Kurz nach dem Tod von Roosevelt am 12. April 1945 erfuhr dessen Nachfolger im Weißen Haus, Harry S. Truman, dank TICOM und deutscher Codebrecher sowie ihrer Entschlüsselungsmaschinen von sowjetischen Vorbereitungen für eine Invasion Japans. Stalin hatte der Führung der Roten Armee bereits unmittelbar nach der Konferenz von Jalta im Februar 1945 den Befehl erteilt, Pläne für eine Landungsoperation in Japan auszuarbeiten. Der Geschichtsschreibung wurde diese bedeutende historische Information Jahrzehnte lang vorenthalten.

3. Da in Jalta eine sowjetische Besatzungszone in Japan nicht vereinbart worden war, musste Truman befürchten, dass die Rote Armee vor den US-Streitkräften in Japan sein würde. Die amerikanische Landungsoperation („Operation Olympic“) war für den 1. November 1945 geplant. Die Rote Armee hatte ihre Vorbereitungen für eine Invasion Japans auf der nördlichen Insel Hokkaido aber bereits im Juni 1945 abgeschlossen. Stalin billigte die Pläne und war bereit loszuschlagen. In Washington schrillten die Alarmsirenen. Mit einer sowjetischen Besatzungszone in Japan würde Stalin den Amerikanern über die Schultern und in die Karten sehen können. Amerika musste befürchten, um die „Früchte des Krieges“ gebracht zu werden. Auch die sowjetischen Invasionspläne von Japan wurden der Geschichtsforschung Jahrzehnte lang vorenthalten.

4. In Japan nämlich ging es um eine gigantische Kriegsbeute im Wert von „vielen Hunderten Milliarden Dollar“, um japanisches Raubgold, das die Kaiserliche Armee seit 1937 systematisch im gesamten südostasiatischen Raum geraubt hatte. Während die Siegerbeute in Deutschland, die sich überwiegend aus Industriedemontagen zusammensetzte, gerade mal 20 Milliarden Dollar betrug, von denen Stalin zehn Milliarden Dollar zugesagt worden waren, bedeutete das japanische Raubgold mit Blick auf das 1944 von den USA durchgepeitschte Abkommen von Bretton Woods sofortige Liquidität für die Vereinigten Staaten.

Höchste Gefahr: Stalins Invasionspläne


Im Abkommen von Bretton Woods war vereinbart worden, dass im Mittelpunkt des internationalen Finanz- und Währungssystems der Nachkriegszeit wieder das Gold stehen sollte, und zwar im Rahmen eines Gold-Devisen-Standards, der auf einen Gold-Dollar-Standard hinauslief. Dafür mussten der Dollar und das Gold identisch erscheinen. Der Dollar brauchte das Gold, um vom Jahrhunderte lang gewachsenen Vertrauen in das Edelmetall profitieren zu können. Amerika brauchte deshalb auch das von Japan geraubte Gold des Fernen Ostens, um den Dollar — bedrucktes Papier — langfristig als Devisenreserve und Weltgeld etablieren zu können, nachdem Roosevelt bereits ab 1934 mit einer geschickten und konsequenten Politik große Teile des europäischen Goldes angezogen, akkumuliert und scheinbar sinnlos sterilisiert und damit dem internationalen Finanz- und Währungskreislauf entzogen hatte. Mit den sowjetischen Invasionsplänen von Japan drohte Truman nun das japanische Raubgold zu entgleiten, bevor es in den Besitz der Vereinigten Staaten gelangen würde. Truman musste handeln — und die Hintergründe seiner Aktionen gleichzeitig verbergen.

Die eiligst durchgeführten Atomschläge gegen das faktisch bereits geschlagene Japan hatten nach dieser Hypothese zum Ziel, den Krieg sofort zu beenden, bevor Stalin die amerikanischen Pläne, das japanische Raubgold abzugreifen, durchkreuzen könnte. Truman konnte eine sowjetische Besatzungszone schließlich nur noch mit den Bombenabwürfen über Hiroshima und Japan verhindern.

Stalin gab noch in letzter Minute den Befehl zur Landungsoperation auf Hokkaido, gab dann aber in buchstäblich letzter Sekunde den Befehl zum Abbruch der bereits angelaufenen Operation. Er befürchtete eine direkte Konfrontation mit den Vereinigten Staaten. Im Herbst 1945 stand die Welt abermals am Rande eines Krieges — diesmal zwischen den beiden mächtigsten Alliierten.

Europa war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs überwiegend mit sich selbst und seinem Wiederaufbau beschäftigt. Russland, das 25 Millionen Tote und eine weitgehend zerstörte Wirtschaft zu beklagen hatte, konzentrierte sich darauf, Osteuropa als Sicherheitspuffer — mit weitgehender Billigung der USA — unter seine Kontrolle zu bringen — während die gesamte restliche Welt zu einem Freiraum für die USA geworden war, die im Fernen Osten damit begannen, sich die Überreste des britischen Empire sowie die bis dahin von den europäischen Kolonialmächten kontrollierten rohstoffreichen Länder Südostasiens als „inoffizielles Imperium“ (Chalmers Johnson) einzuverleiben, während Japan — Täter und Opfer zugleich — bei der Unterschlagung des japanischen Raubgoldes mit ins amerikanische Boot genommen wurde, vom Raubgold profitieren durfte und zum ergebenen Vasallen der Vereinigten Staaten mutierte und mithalf, den Raub des asiatischen Goldes und seine Unterschlagung durch die USA zu verschleiern.

TICOM-Dokumente noch heute geheim


Die unter den Punkten 1 bis 4 keineswegs vollständig und nur kurz und andeutungsweise skizzierten Eckpunkte dieser amerikanischen Politik und Kriegspolitik sowie die Verschleierung der damit zusammenhängenden Vergehen und Kriegsverbrechen können im Rahmen dieses kurzen Artikels nicht ausgebreitet werden.

An dieser Stelle nur soviel: Die TICOM-Operationen in Deutschland können durch verschiedene amerikanische und deutsche Quellen belegt werden. Die meisten TICOM-Dokumente unterliegen, vor allem auch die durch TICOM erzielten Ergebnisse, bis heute — 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs — noch immer der höchsten Geheimhaltungsstufe der USA. Das TICOM-Geheimnis wurde 1948 von dem Amerikaner William Weisband an die Sowjetunion verraten, die daraufhin ihre sämtlichen Codes änderte, mit der Folge, dass die Vereinigten Staaten bei Ausbruch des Korea-Krieges 1950 Informationen aus dem geheimen Nachrichtennetz der Sowjetunion nicht mehr abschöpfen konnten.

Die sowjetischen Invasionspläne von Japan enthüllte der russische Historiker Boris Slavinsky 1993 in einem ausführlichen Aufsatz unter der Überschrift „The Soviet Occupation of the Kurile Islands and the Plans fort he Capture of Northern Hokkaido“, der in „Japan Forum“ (Vol. 5, No. 1, BAJS 1993) veröffentlicht wurde, dann aber wie von der Hand eines unsichtbaren Zensors gelenkt in der Versenkung verschwand und nie mehr zitiert wurde. Slavinsky hatte während der Jelzin-Ära kurzzeitig Zugang zu russischen Archiven erhalten. In seinem Aufsatz belegt er die sowjetischen Invasionspläne und die bereits angelaufene Landungsoperation mit detaillierten und genauen Angaben aus sowjetischen Dokumenten und nennt deren exakte Quellen. Die russischen Archive, in denen er seine Entdeckungen machte, wurden wenig später für die wissenschaftliche Forschung wieder geschlossen und sind seitdem nicht mehr zugänglich. Drei Jahre später (1996) veröffentlichte der regierungsnahe US-Historiker David Glantz, Direktor des „U.S. Army’s Military Studies Office“, unter der Überschrift „The Soviet Invasion of Japan“ in einem kaum verbreiteten militärhistorischen Fachjournal einen kurzen Aufsatz, bei dem offensichtlich ist, dass er sich auf Slavinskys Aufsatz gestützt hat, den er allerdings mit keinem Wort erwähnt und auch Slavinskys Quellen nicht nennt. Wichtige Inhalte aus Slavinskys Arbeit unterschlug Glantz sogar und verfälschte damit die Gesamtaussage seines inzwischen verstorbenen russischen Kollegen, dessen Recherche-Ergebnisse er gleichwohl unter seinem eigenen Namen faktisch, fälschlicherweise und schamlos als eigene Entdeckung ausgab.

Der systematische Raub von Edelmetallen durch Japan in Südostasien kann mit Vernehmungsprotokollen japanischer Banker aus dem Jahre 1946 belegt werden, die von der japanischen Regierung als zivile „Experten“ und staatliche „Goldwäscher“ zur Kaiserlichen Japanischen Armee abkommandiert wurden.

US-japanische Mauer des Schweigens


Vier kaum bekannte Untersuchungsberichte der niederländischen Regierung aus den Jahren 1999 bis 2003 geben detailliert Auskunft über den perfekt organisierten Raub von Edelmetallen durch die japanische Armee in ehemals Holländisch-Indien, dem heutigen Indonesien. Vergeblich suchte die niederländische Regierung weltweit nach den von Japan geraubten Vermögenswerten ihrer ehemals 300000 in Holländisch-Indien lebenden Staatsbürger. Ein Mitglied der Untersuchungskommission: „Wir liefen gegen eine amerikanisch-japanische Mauer des Schweigens.“

In Archiven in Singapur fanden sich Dokumente und Augenzeugenberichte aus der Kriegs- und Nachkriegszeit über eine 50-Millionen-Dollar-Erpressung der japanischen Armee. Hier hatten die dort lebenden Chinesen unter Androhung von Folter und ihrer Ermordung Gold im Wert von 50 Millionen Dollar (Kurs 1945) auszuhändigen.

Die Hongkong-Chinesen wurden nach der Eroberung der Stadt durch japanische Truppen gezwungen, ihre Edelmetalle gegen den wertlosen japanischen Military-Yen einzutauschen, dessen Aufdruck versprach, ihn nach dem Krieg wieder einlösen zu können. Das versuchten die noch lebenden chinesischen Opfer Ende der 90er Jahre vor japanischen Gerichten. Ihre Klagen wurden unter Hinweis auf den Friedensvertrag von San Francisco, den die Vereinigten Staaten 1951 eiligst durchpeitschten, abgewiesen.

Nordkorea verlangt offiziell 363 Tonnen Gold von Japan zurück, das während des Zweiten Weltkriegs gestohlen und geplündert wurde. Südkorea beklagt die Plünderung unter anderem der koreanischen Königsgräber des Landes und hier insbesondere den Verlust der goldenen koreanischen Königskrone sowie unersetzliche Schätze aus Edelmetallen, die überall im Lande geraubt wurden.

Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Japan und die Vereinigten Staaten schweigen zu diesen und anderen Kriegsverbrechen, als ginge sie die ganze Sache nichts an — obwohl selbst in den „Reports of General Douglas MacArthur“ unter anderem Edelmetalle — Gold, Platin und Silber — sowie Unmengen Diamanten aufgelistet sind, die in Japan 1945 vorgefunden wurden und angeblich nicht zugeordnet werden konnten. „Restitutionen“, so schrieb der nach Japan entsandte Truman-Berater Edwin Pauley 1946 an den „Dear Mr. President“, „liegen nicht im Interesse der Vereinigten Staaten.“

Ferdinand Marcos mit den Fingern am Gold


Ähnlich dachte der philippinische Diktator Ferdinand Marcos, der ab 1965 auf den über 7000 Inseln des Landes nach japanischem Raubgold suchen ließ, das die japanische Armee in der Endphase des Krieges dort versteckt hatte. Marcos wurde fündig und griff das Raubgold an den Amerikanern vorbei selbst ab, die es erst nach seinem Sturz im Jahre 1986 in ihren Besitz bringen konnten. Die Rede ist von Gold im Wert von 35 Milliarden Dollar. Die Marcosi mit Imelda Marcos an der Spitze fordern von den USA die Herausgabe des unterschlagenen Marcos-Goldes, bei dem es sich in Wahrheit um japanisches Raubgold handelt, wie inzwischen offiziell zugegeben wird, während im Hintergrund die amerikanische Vasallen-Regierung unter Präsidentin Arroyo ebenfalls auf einen Anteil an der Beute hofft. In den Köpfen der philippinischen Machtoligarchie ist das philippinische Raubgold Japans längst gewaschen und wird als „philippinisches Eigentum“ betrachtet.

Wie es den Vereinigten Staaten und Japan gelang, den Raub des Goldes in Südostasien und seine Unterschlagung in den Nachkriegsjahrzehnten zu verschleiern, kann wegen der komplexen Hintergründe und Abläufe sowie aus Platzgründen hier nicht dargelegt werden. Das bleibt einem in Arbeit befindlichem Buch mit dem Arbeitstitel „Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima“ vorbehalten.

Alperovitz’ Frage, was es zu verbergen gab, könnte hiermit erstmals eine plausible Antwort gefunden haben. Dass Amerikas Eintritt in den Zweiten Weltkrieg in Europa wie im Fernen Osten, diesem provoziertem Krieg, bei dem Japan zum „ersten Schuss“ veranlasst werden musste, in erster Linie ideelle Motive zugrunde gelegen haben sollen, wird nach sechs Jahrzehnten globaler imperialer US-Politik kaum noch jemand glauben. Kriege wurden so gut wie nie aus ideellen Motiven geführt, sondern fast immer aus wirtschaftlichen Gründen.

Kurz vor dem Tod, wenn sich Menschen mit Blick aufs Jenseits gelegentlich dazu durchringen, vorsichtshalber durchs Fegefeuer zu gehen, um Tabula rasa zu machen, damit es für sie auf der anderen Seite nicht gar zu schrecklich wird, kommen hin und wieder erstaunliche Bekenntnisse ans Tageslicht. So auch im Falle George Marshalls, der 1957, zwei Jahre vor seinem Tod, auf die Frage des Historikers Forest C. Pogue, warum die Bomben über Japan abgeworfen wurden, mit einer seltsam anmutenden Antwort überraschte. Im ersten Halbsatz repetierte er zunächst die von der Truman-Regierung vorgegebene und hinlänglich bekannte und als zweifelhaft eingestufte Standard-Antwort: „Das Leben Hundert- und Aberhunderttausender Amerikaner stand auf dem Spiel…“, um dann fortzufahren, „…und dazu noch viele Hunderte Milliarden Dollar.“ Die kommen bei grober Hochrechnung der bereits bis jetzt vorliegenden Belege über den Raub von Gold, Platin, Silber und Diamanten durch Japan während des Zweiten Weltkriegs in Südostasien leicht zusammen.

Der erfolgreiche Atombombenversuch vom 16. Juli 1945, der sich heute zum sechzigsten Male jährt, kennzeichnet den Beginn des Atomzeitalters am Vorabend eines Massenmords aus niedrigen Beweggründen, eines Massenmordes auch aus Habgier. In gewisser Weise ist der Zweite Weltkrieg noch nicht beendet. Er kann noch nicht zu den Akten gelegt werden.

+++++

FRANK KRÜGER ist Journalist, war Redakteur großer Tageszeitungen, Auslandskorrespondent eines bekannten Zeitschriftenverlags sowie Geschäftsführer einer Diamanten- und Goldhandelsgesellschaft. Für das SAAR-ECHO schrieb er zuletzt die Serie ”Von Clearstream bis Yukos”. Zur Zeit arbeitet er an einem Buch über ”Amerika, das japanische Raubgold und Hiroshima”, für das er drei Jahre lang weltweit recherchiert hat. Kontakt:
mail@frankkrueger.org.
 
 
 
  http://physicsweb.org/articles/world/18/6/3

New light on Hitler's bomb
Forum: June 2005

Controversial new historical evidence suggests that German physicists built and tested a
nuclear bomb during the Second World War. Rainer Karlsch and Mark Walker outline the
findings and present a previously unpublished diagram of a German nuclear weapon
This year marks the 60th anniversary of the American nuclear attack on the Japanese cities
of Hiroshima and Nagasaki. The atomic bombs that were dropped on Japan in August 1945 were
the fruit of a herculean wartime effort by the American, British and émigré scientists
involved in the Manhattan Project. They had to overcome great obstacles and were only able
to test their first atomic bomb after Germany surrendered in May of that year. The main
motivation for these scientists when the project began in 1941 was the possibility that
they were engaged in a race with their German counterparts to harness nuclear fission for
war.



Even Albert Einstein had been involved, signing a letter to President Roosevelt in 1939
urging that the US take nuclear weapons seriously. And in December 1943 the Danish
physicist Niels Bohr visited Los Alamos - the home of the Manhattan Project - to offer
both scientific and moral support. But when the war was over, it was clear that the
Germans did not have atomic bombs like those used against Japan.

Figure 1
http://physicsweb.org/articles/world/18/6/3/1/Pwnew1%5F06%2D05

The German "uranium project" - which had been set up in 1939 to investigate nuclear
reactors, isotope separation and nuclear explosives - amounted to no more than a few dozen
scientists scattered across the country. Many of them did not even devote all of their
time to nuclear-weapons research. The Manhattan Project, in contrast, employed thousands
of scientists, engineers and technicians, and cost several billion dollars.

Not surprisingly, historians have concluded that Germany was not even close to building a
working nuclear device. However, newly discovered historical material makes this story
more complicated - and much more interesting.

Germany and the bomb: a turbulent tale

Our understanding of the German nuclear-weapons project during the Second World War has
changed over time because important new sources of information keep turning up. For
example, in 1992 the British government released transcripts of secretly recorded
conversations between 10 German scientists who had been interned at Farm Hall near
Cambridge in 1945. With the exception of Max van Laue, all the scientists - Erich Bagge,
Kurt Diebner, Walther Gerlach, Otto Hahn, Paul Harteck, Werner Heisenberg, Horst Korsching,
Carl Friedrich von Weizsäcker and Karl Wirtz - had been involved in the uranium project.
What was most interesting was the surprise with which the scientists greeted the news that
Hiroshima had been bombed. Ironically, at the end of the war German scientists had been
convinced that they were ahead of the Allies in the race for nuclear energy and nuclear
weapons.

Further intriguing material appeared in 2002 when the Niels Bohr Archives in Copenhagen
released drafts of letters that had been written by Bohr in the late 1950s about a visit
to occupied Denmark by Heisenberg and von Weizsäcker in September 1941. After the war, the
two German physicists claimed that they had merely gone to Copenhagen to assist Bohr and
enlist his help in their efforts to forestall all nuclear weapons. But in the letters,
Bohr denied that their actions or motivations had been so noble. The intrigue surrounding
the visit has been well dramatized in Michael Frayn's play Copenhagen.

Figure 2
http://physicsweb.org/articles/world/18/6/3/1/Pwnew2%5F06%2D05

We now have an extra twist to the tale with new documents that were recently discovered in
Russian archives, including papers from the Kaiser Wilhelm Institute of Physics in Berlin.
There are four particularly notable items among this material: an official report written
by von Weizsäcker after a visit to Copenhagen in March 1941; a draft patent application
written by von Weizsäcker sometime in 1941; a revised patent application in November of
that year; and the text of a popular lecture given by Heisenberg in June 1942.

One of us (RK) has used these documents - as well as many other sources - as the basis of a
new book Hitlers Bombe. The book, which was published in March, prompted a heated debate
about how close Germany was to acquiring nuclear weapons and how significant these weapons
were (see Physics World April 2005 p7). Working with the journalist Heiko Petermann, RK
discovered that a group of German scientists had carried out a hitherto-unknown
nuclear-reactor experiment and tested some sort of a nuclear device in Thüringia, eastern
Germany, in March 1945. According to eyewitness accounts given at the end of that month
and two decades later, the test killed several hundred prisoners of war and
concentration-camp inmates. Although it is not clear if the device (figure 1) worked as
intended, it was designed to use nuclear fission and fusion reactions. It was, therefore,
a nuclear weapon.

Following the publication of Hitlers Bombe, another document has turned up from a private
archive. Written immediately after the end of the war in Europe, the undated document
contains the only known German drawing of a nuclear weapon (figure 2).

What did German scientists know?

Over the years, several authors have concluded that Heisenberg and his colleagues did not
understand how an atomic bomb would work. These authors include the physicist Samuel
Goudsmit, who in 1947 published the results of a US Army investigation - entitled Alsos -
into Germany's bomb effort. The historian Paul Lawrence Rose came to the same conclusion
in his 1998 book Heisenberg and the Nazi Atomic Bomb Project 1939-1945. These critics
argue that the German scientists did not understand the physics of a nuclear-fission chain
reaction, in which fast neutrons emitted by a uranium-235 or plutonium nucleus trigger
further fission reactions. Both Goudsmit and Rose also say the Germans failed to realize
that plutonium can be a nuclear explosive.

These criticisms of the Germans' scientific incompetence are apparently reinforced by the
Farm Hall conversations, which reveal that Heisenberg initially responded to the news of
Hiroshima with a flawed calculation of critical mass, although within a few days he had
improved it and provided a very good estimate. However, there was other evidence that, no
matter how Heisenberg responded at Farm Hall, he and his colleagues understood that atomic
bombs would use fast-neutron chain reactions and that both plutonium and uranium-235 were
fissionable materials.

For example, in February 1942 the German army officials who were responsible for weapons
development described the progress of the uranium project in a report entitled "Energy
production from uranium". This overview, which was discovered in the 1980s, drew upon all
classified material from Hahn, Harteck, Heisenberg and the other scientists working on the
project. The report concluded that pure uranium-235 - which forms just 0.7% of natural
uranium, the rest being non-fissionable uranium-238 - would be a nuclear explosive a
million times more powerful than conventional explosives. It also argued that a nuclear
reactor, once operating, could be used to make plutonium, which would be an explosive of
comparable force. The critical mass of such a weapon would be "around 10-100 kg", which
was comparable to the Allies' estimate from 6 November 1941 of 2-100 kg that is recorded
in the official history of the Manhattan Project - the so-called Smyth report.

Von Weizsäcker's draft patent application of 1941, which is perhaps the most surprising
find from the new Russian documents, makes it crystal clear that he did indeed understand
both the properties and the military applications of plutonium. "The production of element
94 [i.e. plutonium] in practically useful amounts is best done with the 'uranium machine'
[nuclear reactor]," the application states. "It is especially advantageous - and this is
the main benefit of the invention - that the element 94 thereby produced can easily be
separated from uranium chemically."

Von Weizsäcker also makes it clear that plutonium could be used in a powerful bomb. "With
regard to energy per unit weight this explosive would be around ten million times greater
than any other [existing explosive] and comparable only to pure uranium 235," he writes.
Later in the patent application, he describes a "process for the explosive production of
energy from the fission of element 94, whereby element 94...is brought together in such
amounts in one place, for example a bomb, so that the overwhelming majority of neutrons
produced by fission excite new fissions and do not leave the substance".

This is nothing less than a patent claim on a plutonium bomb.

On 3 November 1941 the patent application was resubmitted with the same title: "Technical
extraction of energy, production of neutrons, and manufacture of new elements by the
fission of uranium or related heavier elements". This submission differed in two
significant ways. First, the patent was now filed on behalf of the entire Kaiser Wilhelm
Institute, instead of just von Weizsäcker. Second, every mention of nuclear explosive or
bomb had been removed.

The removal of any reference to weapons could reflect the change of fortunes in the Second
World War: in November 1941 a quick German victory no longer appeared as certain as it had
done earlier in the year. Another possible explanation is that von Weizsäcker and his
colleagues had a change of heart - perhaps their initial enthusiasm for the military
applications of nuclear fission had cooled. This would support Heisenberg's and von
Weizsäcker's post-war claims that they had visited Bohr in September 1941 because they
were ambivalent about working on nuclear weapons. Perhaps the most forceful exponent of
this thesis is Thomas Powers in his 1993 book Heisenberg's War.

But another of the new Russian documents - von Weizsäcker's report on his visit to
Copenhagen in spring 1941 - suggests that, at least at that time, he was enthusiastic
about the uranium work. Indeed, we know that, after the war, scientists from Bohr's
institute accused Heisenberg and von Weizsäcker of acting as German spies when they came
to Copenhagen. There may at least be some truth to this because in March 1941, when
Germany had not yet invaded the Soviet Union and victory appeared likely, von Weizsäcker
reported the following to the Army.

"The technical extraction of energy from uranium fission is not being worked on in
Copenhagen. They know that in America Fermi has started research into these questions in
particular; however, no more news has arrived since the beginning of the war. Obviously
Professor Bohr does not know that we are working on these questions; of course, I
encouraged him in this belief...The American journal Physical Review was complete in
Copenhagen up to the January 15, 1941 issue. I have brought back photocopies of the most
important papers. We arranged that the German Embassy will regularly photocopy [make
photographs of] the issues for us."

The spotlight turns to Diebner

RK's book Hitlers Bombe draws upon what was already known about the German wartime work on
nuclear reactors and isotope separation, and uses documents from Russian archives, oral
history and industrial archaeology to open up a new chapter in the history of German
nuclear weapons. For most of the war, there were two competing groups working on nuclear
reactors: a team under the Army physicist Kurt Diebner in Gottow near Berlin; and
scientists directed by Werner Heisenberg in Leipzig and Berlin.

Whereas the experiments under Heisenberg used alternating layers of uranium and moderator,
Diebner's team developed a superior 3D lattice of uranium cubes embedded in moderator.
Heisenberg never gave Diebner and the scientists working under him the credit they were
due, but the Nobel laureate did take up Diebner's design for the last experiment carried
out in Haigerloch in south-west Germany. RK now reveals that Diebner managed to carry out
one last experiment in the last months of the war. The exact details of the experiment are
unclear. After a series of measurements had been taken, Diebner wrote a short letter to
Heisenberg on 10 November 1944 that informed him of the experiment and hinted that there
had been problems with the reactor. Unfortunately, no more written sources have been found
relating to this final reactor experiment in Gottow. Industrial archaeology done at the
site during 2002 and 2003 suggests that this reactor sustained a chain reaction - if only
for a short period of time - and may have ended in an accident.

In 1955 Diebner submitted a patent application for a new type of "two-stage" reactor that
could breed plutonium. An internal section would use enriched uranium to achieve a
self-sustaining chain reaction, while a much larger external section would surround the
internal reactor and run at a subcritical level. Plutonium could then be removed from
internal section. It appears likely that Diebner's 1955 patent application drew upon his
last wartime experiment.

More surprising, if not shocking, is another revelation in RK's book: a group of scientists
under Diebner built and tested a nuclear weapon with the strong support of both Walther
Gerlach - an experimental nuclear physicist who by 1944 was in charge of the uranium
project for the Reich Research Council. (Hahn, Heisenberg, von Weizsäcker and most of the
better-known scientists in the uranium project apparently were not informed about this
weapon.) This device was designed to use fission reactions, but it was not an "atomic"
bomb like the weapons used against Nagasaki and Hiroshima (figures 1a and b). And although
it was also designed to exploit fusion reactions, it was nothing like the "hydrogen" bombs
tested by the US and the Soviet Union in the 1950s.

Instead, conventional high explosives were formed into a hollow shape, rather than a solid
mass, to focus the energy and heat from the explosion to one point inside the shell
(figure 1c). Small amounts of enriched uranium, as well as a source of neutrons, were
combined with a deuterium-lithium mixture inside the shell. This weapon would have been
more of a tactical than a strategic weapon, and could not have won the war for Hitler in
any case. It is not clear how successful this design was and whether fission and fusion
reactions were provoked. But what is important is the revelation that a small group of
scientists working in the last desperate months of the war were trying to do this.

Blueprint for a bomb

Shortly after the end of the war in Europe, an unknown German or Austrian scientist wrote a
report that describes work on nuclear weapons during the war. This report, which RK
discovered after Hitlers Bombe was published, contains both accurate information and less
accurate speculation about nuclear weapons, and may well include some information from the
Manhattan Project - the word "plutonium" is used, for example. Unfortunately, the title
page is not included and there is no other evidence of who composed it. However, this
individual does not appear to have been a member of either the mainstream German uranium
project or the group working under Diebner.

What the report does demonstrate is that the knowledge that uranium could be used to make
powerful new weapons was fairly widespread in the German technical community during the
war, and it contains the only known German diagram of a nuclear weapon (figure 2). This
diagram is schematic and is far removed from a practical blueprint for an "atomic bomb".
The unknown author also mentions a critical mass of slightly more than 5 kg for a
plutonium bomb. This estimate is fairly accurate, because the use of a tamper to reflect
neutrons back into the plutonium would cut the critical mass by a factor of two. Moreover,
this estimate is particularly significant because such detailed information was not
included in the Smyth report.

The new report is also interesting because it makes clear that German scientists had worked
intensively on theoretical questions concerned with the construction of a hydrogen bomb.
Two additional sources con- firm this. The papers of Erich Schumann, director of the
Army's weapons-research department, include many documents and theoretical calculations of
nuclear fusion. The Viennese physicist Hans Thirring also discussed this topic in his book
The History of the Atomic Bomb, which was published in the summer of 1946.

Not the last word

Historians, scientists and others have debated for decades whether Heisenberg and von
Weizsäcker wanted to build atomic bombs.Taken together, the new revelations change our
picture of German nuclear weapons. None of this new information supports in any way either
the interpretation of Heisenberg and his colleagues as resistance fighters (Powers) or as
incompetents with Nazi sympathies (Rose).

However, these new documents and RK's revelations do place Heisenberg and von Weizsäcker in
a different context by making their ambivalence about nuclear weapons much clearer.
Although they continued to work on nuclear reactors and isotope separation, and dangled
the prospect of nuclear weapons in front of powerful men in the Nazi state, they did not
try as hard as they could to create nuclear weapons for Hitler's regime. Other scientists
were doing that, notably Walther Gerlach,Kurt Diebner and the researchers working under
him.

It would be rash indeed to believe that this is the last word on the matter. The German
atomic bomb is like a zombie: just when we think we know what happened, how and why, it
rises again from the dead.
 
 

Box 1: Heisenberg's role
New documents suggest that Werner Heisenberg dangled the prospect of nuclear weapons in front of leading Nazi figures, yet did not try as hard as he could to build them. Image: A Bortzells Tryckeri/AIP Emilio Segrè Visual Archives.

 
  During the Second World War, Werner Heisenberg was one of the most influential scientists
in Germany and its leading theoretical physicist. He had won a Nobel prize for his work on
quantum mechanics and the uncertainty principle, had become one of the youngest full
professors in Germany when he began teaching at the University of Leipzig, and in 1942 at
the age of 40 was appointed director of the prestigious Kaiser Wilhelm Institute for
Physics as well as professor at the University of Berlin.

However, in the early years of the Third Reich, Heisenberg had been attacked by his fellow
Nobel laureate Johannes Stark in an SS publication for being a "white Jew" and "Jewish in
spirit". A subsequent investigation by the SS ended in 1939 with his public and political
rehabilitation. The result was that, by 1942, Heisenberg enjoyed the support of
influential figures in the Nazi regime, including the armaments minister Albert Speer, as
well as the industrialist Albert Vögler, who was president of the Kaiser Wilhelm Society.

Pulled both ways

In February 1942 Heisenberg gave a popular lecture to an influential audience of
politicians, bureaucrats, military officers and industrialists. At the time, the future of
Germany's uranium project was in doubt because the Army was only interested in weapons
that could be delivered in time to influence the outcome of the war. As we know from a
transcript of the talk, which was discovered by the historian David Irving in the 1960s,
Heisenberg emphasized both the potential of nuclear weapons and how difficult it would be
to make them. His conclusion was clear.

"1) Energy generation from uranium fission is undoubtedly possible, provided the enrichment
of isotope uranium-235 is successful. Isolating uranium-235 would lead to an explosive of
unimaginable potency. 2) Common uranium can also be exploited to generate energy when
layered with heavy water. In a layered arrangement these materials can transfer their
great energy reserves over a period of time to a heat-engine. It thus provides a means of
storing very large amounts of energy that are technically measurable in relatively small
quantities of substances. Once in operation, the machine can also lead to the production
of an incredibly powerful explosive."

However, by the summer of 1942, the uranium project had been transferred from the German
Army to the civilian Reich Research Council and the German uranium-project scientists once
again enjoyed secure institutional support. In June of that year Heisenberg gave a lecture
at the Kaiser Wilhelm Society in Berlin before Speer and other military and industrial
leaders of the Nazi state. The lecture has become famous because of the story that
Heisenberg responded to a question about the size of an atomic bomb by saying that it
would be about as big as a pineapple.

This anecdote was first reported in Irving's 1968 book The Virus House, but a transcript of
the talk had never been found. However, it has now been discovered in the new Russian
documents. The text of the June lecture - entitled "The work on uranium problems" -
differs significantly from the February talk. Heisenberg begins by mentioning the
discovery of nuclear fission in 1939, noting that interest in this new development had
been "exceptionally great", especially in the US. "A few days after the discovery," he
notes, "American radio provided extensive reports and half a year later a large number of
scientific papers had appeared on this subject."

Heisenberg continues by describing Germany's work on isotope separation and nuclear
reactors since the start of the war, cautioning that "naturally a series of scientific and
practical problems will have to be cleared up before the technical goals can be realized".
Mid-way through the talk, Heisenberg makes his only mention of nuclear weapons in a rather
understated way. "Given the positive results achieved up until now," he says, "it does not
appear impossible that, once an uranium burner has been constructed, we will one day be
able to follow the path revealed by von Weizsäcker to explosives that are more than a
million times more effective that those currently available."

But even if that did not happen, the nuclear reactor would have an "almost unlimited field
of technical applications". These include boats and even planes that could travel long
distances on small amounts of fuel, as well as new radioactive substances that could be
useful for many scientific and technical problems. Heisenberg concludes by saying that new
discoveries of "the greatest significance for technology" will be made "in the next few
years".

Since the Germans knew that "many of the best laboratories" in America were working on this
problem, they could hardly afford "not to follow these questions", Heisenberg points out.
Even if "most such developments take a long time", they had to reckon with the possibility
that - if the "war with America lasted for several years" - the "technical realization of
atomic nuclear energies" might "play a decisive role in the war".

Heisenberg was right about that, of course. But fortunately for him and his countrymen, the
first atomic bombs fell on Hiroshima and Nagasaki instead of Frankfurt and Berlin.

Box 2: A timeline to the bomb

January 1933              Nazis come to power in Germany
December 1938          Otto Hahn, Lise Meitner and Fritz
                                   Strassmann discover nuclear fission in
                                   uranium
2 August 1939            Einstein warns President Roosevelt of
                                   dangers of an atomic bomb
1 September 1939      Germany invades Poland and launches
                                   "uranium project"
3 September 1939      Britain and France declare war on Germany
1941                           Von Weizsäcker files a draft patent
                                   application that refers to a plutonium bomb
March 1941                 Von Weizsäcker visits Bohr in Copenhagen
June 1941                   Germany invades Soviet Union
September 1941         Von Weizsäcker visits Bohr again, this time
                                   with Heisenberg
6 December 1941       Manhattan Project begins in Los Alamos
7 December 1941       Japan attacks Pearl Harbour
8 December 1941       US enters Second World War
February/June 1942    Heisenberg gives popular lectures on
                                   nuclear weapons
December 1943          Bohr visits Los Alamos
March 1945                 Germany tests a nuclear device in
                                   Thüringia, eastern Germany
7 May 1945                 Germany surrenders
16 July 1945                Trinity test - world's first atomic blast
6 August 1945             US bombs Hiroshima
9 August 1945             US bombs Nagasaki
14 August 1945           Japan surrenders

About the author

Rainer Karlsch is an independent historian based in Berlin and author of Hitlers Bombe
(Deutsche Verlags-Anstalt), e-mail rkuek@t-online.de. Mark Walker is in the Department of
History, Union College, Schenectady, NY, US, e-mail walkerm@union.edu.
 
 
 
 

 
  http://www.sat1.de/tvmagazine/akte/themen/aktuell/45146/index.php

15.07.2005 , 18:00
 
Kokainspuren im EU-Parlament

Das Studiointerview mit Prof. Dr. Fritz Sörgel im Wortlaut

Ulrich Meyer  
Professor Sörgel, inwieweit ist dieses Ergebnis für Sie überraschend ?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Ich denke, das ist zunächst für jeden überraschend, der ein so ein Ergebnis sieht.
Wenn man es allerdings vor dem Hintergrund des großen Kokaingebrauchs und -verbrauchs in
Europa sieht, ist es nicht ganz so überraschend.

Ulrich Meyer  
Sie sagen ja, in ganz Europa wird Kokain konsumiert, in unterschiedlicher Art und Weise.
Was ist denn die Europaliga der Koks-User in Ihren Augen?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Es gibt ja EU Statistiken dazu, es gibt auch Untersuchungen von uns über die Geldscheine.
Besonders hoch natürlich Spanien, das ist bekannt. Auch Italien hat hohen Verbrauch,
Holland gehört auch zur Topliga, Deutschland im oberen Mittelfeld, wenn man diesen
Begriff verwenden möchte.

Ulrich Meyer  
Und wenn man die Untersuchungen an den Geldscheinen, die Sie machen und die Untersuchungen
der Wischtests, die wir gemacht haben, die Sie analysiert haben, zusammenfassen. Welches
Bild ergibt sich da?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Eindeutig, ein klares Bild, dass der Kokainkonsum in Europa sehr viel höher sein muss, als
diese Statistiken ausweisen.

Ulrich Meyer  
Prof. Sörgel, es sind ja relativ geringe Mengen die wir da gefunden haben, kann man daraus
eigentlich schließen, wann da Kokain eingebracht worden ist?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Das kann man aus solchen Untersuchungen nicht schließen. Das kann Monate zurück liegen,
kann nur Tage zurück liegen; also das sollte man nicht überinterpretieren.

Ulrich Meyer  
Fragen wir mal die berühmte Frage mit der Putzfrau. Kann es sein, dass eine Putzfrau mit
einem Eimer Wischwasser eine Kokainprobe sozusagen durch das halbe Europäische Parlament
verteilt?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Nein! Das wird ja immer ins Feld geführt, aber man muß ja auch bei diesen Untersuchungen -
wie auch im Jahr 2000 - deutlich darauf hinweisen, dass auch Proben gefunden wurden, in
denen sich kein Kokain befand. Also wenn diese Putzfrau gleichmäßig verteilt hätte, dann
hätte man überall etwa gleiche Konzentrationen finden müssen. Und wir haben damals in
Berlin - wie jetzt auch in Brüssel- ja auch sehr unterschiedliche Konzentrationen
gefunden, zum Teil sehr hohe sogar.

Ulrich Meyer  
Und zum Teil absolut Null.

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Das ist richtig.

Ulrich Meyer  
Kann es durch Luft kommen? Ist das eine Möglichkeit, eine Interpretation?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Also, da muss ich auf (das Jahr) 2000 zurückkommen, wo dieses Argument kam; also da
müsste schon bei geöffnetem Fenster dann eine Art Kokainfabrik neben dem Parlament stehen,
die permanent produziertes Kokain in das Parlament hineinpustet. Das kann man sich
schlecht vorstellen.

Ulrich Meyer  
Die ersten Kritiker haben wir ja schon. Der Spiegel zum Beispiel wirft uns vor, und sagt,
das könnte ja auch über die Kleidung da reintransferiert werden. Kann es sein, wenn ich
Kokain auf der Kleidung habe, das man das irgendwie auf einer Toilettenbrille
wiederfindet?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Also ich geh mal davon aus, dass der normale Mensch und auch der Parlamentarier nicht mit
puderzuckerbedeckter - also kokainbedeckter- Kleidung ins Parlament kommt. Das heißt: Es
können nur sehr kleine Mengen sein, und diese kleinen Mengen Kokain heften sehr intensiv
an der Kleidung. Die werden sich auch nicht so ohne weiteres von der Kleidung lösen und
dann sich gleichmäßig auf dem Boden verteilen.

Ulrich Meyer  
Jetzt haben wir bisher einen einzigen inoffiziellen Kommentar aus Brüssel gehört, da heißt
es, die Praktikanten hätten ein Drogenproblem. Ist das eine ausreichende Erklärung für das,
was Sie da gefunden haben?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Also, die Praktikanten werden ja in unserem Land für fast alles verantwortlich gemacht,
was schlecht läuft. Man sollte sie jetzt wirklich auch hier nicht für diese Dinge
verantwortlich machen.

Ulrich Meyer  
Jetzt wissen wir, dass das LKA in Düsseldorf Anfang Juli Kokain für 100 Millionen Euro
gefunden hat. Heute kam die Meldung, dass das spanische Kriminalamt für 50 Millionen Euro
gefunden hat. Das ist doch eigentlich ein Hinweis auf erfolgreiche Polizeiarbeit?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Ja, aber es sind auch eher zufällige Funde. Und es ist letzten Endes nur die Spitze eines
Eisberges. Das muss man ganz klar sagen.

Ulrich Meyer  
Was ist zu tun?

Prof. Dr. Fritz Sörgel  
Ja was ist zu tun? Ich denke man muss sich erst Mal mit der Realität befassen, man muss
über die reinen Befragungen hinaus, wie der Kokainkonsum sein könnte auch wirklich
objektive Messungen — wir machen ja sehr viel Untersuchungen über die Jahre hinweg in
Geldscheinen — hier können wir ganz klar zeigen, dass enorme Mengen Kokain in Europa im
Umlauf sein müssen Und dieser Realität muss man sich stellen und dann auch die
entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Ulrich Meyer  
Herr Prof. Fritz Sörgel, Herzlichen Dank für die wissenschaftliche Unterstützung in diesem
AKTE-Test.
 
 
 
  http://www.aljazeera.com/cgi-bin/news_service/middle_east_full_story.asp?service_id=9165

Fatah chief: Yasser Arafat was poisoned
7/12/2005 6:50:00 PM GMT

The Fatah chairman Faruq Qaddumi contends Yasser Arafat was poisoned.

The head of the Palestinian movement Fatah asserts that the late Palestinian leader Yasser Arafat was fatally poisoned by Israel.

"I can categorically confirm that Abu Ammar (Arafat) was poisoned," exiled Fatah chairman Faruq Qaddumi told reporters.

Arafat, for long the public face of the Palestinian struggle for statehood, was declared dead in a French military hospital on the outskirts of Paris on November 11 2004 where he had been treated for two weeks.

France's strict medical secrecy laws mean that the exact cause of Arafat's death has not been made public, but his nephew received a copy of his medical file.

Fuelled by the ambiguity surrounding his death, many ordinary Palestinians are convinced that Arafat's death at the age of 75 was far from natural.
 
 

 
  Arafat’s personal physician of more than 20 years, Jordanian Ashraf Al-Kurdi "attests that Abu Ammar presented the symptoms of poisoning," added Qaddumi, who succeeded Arafat as head of the Fatah movement which the late leader had founded.

"The poisoned was administered in the food and in the medication he swallowed," said Qaddumi, who was appointed Fatah chief after Arafat’s death but refuses to visit the occupied Palestinian territories and lives in Tunis.

He further added that the Palestinian health minister Dhehni al-Wahidi, had visited Tunisia to meet with the doctors there who had examined Arafat prior to his transfer to Paris.

Those doctors had been rushed to Arafat's bedside as his health suddenly plunged in late October 2004, but have since kept their silence on their findings.

A special committee of doctors has been set up to study the details of Arafat’s medical records after they were handed over to the Palestinian Authority.
 
 
 
 

 
  19.07.2005 09:01

Der Bund macht Kasse: Abschied von Telekom und Post in Raten

Der Abschied von der guten alten Post und von der Telekom kommt in Raten. Mit letzten Anteilsverkäufen trennte sich der Bund[1] jetzt vom ehemals "Gelben Riesen" -- der Deutschen Post AG -- und gab zudem ein weiteres Stück Telekom-Besitz an die KfW-Bankengruppe[2] ab. Finanzminister Hans Eichel (SPD) -- in den letzten Jahren arg in Haushaltsnöte geraten -- macht wieder einmal Kasse. Der jetzige Schritt war im Vollzug des Bundeshaushalt 2005 bereits vorgesehen. Im nächsten Jahr, so der jüngst von Eichel vorgelegte Etatentwurf 2006, ist mit weiteren Veräußerungen von Telekomanteilen zu rechnen. An der Börse platziert werden sie erst bei günstiger Aktien- und Erlöslage. Den Zeitpunkt bestimmt die KfW.

Die reichlich mit Liquidität ausgestattete bundeseigene Bankengruppe verhilft dem Bund so zu Milliarden-Einnahmen und zum Verzicht auf noch höhere Schulden. Das Prinzip ist alt und wurde bereits Ende der 90er Jahre vom damaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) gegen lauten Widerstand der SPD-Opposition hoffähig gemacht. Auch damals gab es chronische Haushaltsprobleme, die vor allem mit den Milliarden-Transfers in die neuen Bundesländer zu tun hatten. Immerhin gab es mehrere Jahre mit den neuen Ländern keinen regulären Finanzausgleich.

Und so nutzte Waigel den "Platzhaltervertrag" im Jahr 1996 erstmals mit einer Teilprivatisierung der Lufthansa. Der Vertrag ermöglicht dem jeweiligen Kassenwart, dass er noch im selben Jahr mit der KfW vereinbarte Einnahmen fest in seinem Haushalt einplanen kann. Dabei muss er sich nicht vorhalten lassen, seine Haushaltslöcher zum falschen Zeitpunkt zu stopfen, weil die Aktien des Unternehmens gerade im Keller sind und damit die Erträge niedrig. Anders als der Bund kann die KfW angesichts ihrer liquiden Rückflussmittel aus verschiedenen Kreditprogrammen für Wirtschaft und Umweltschutz die jeweiligen Papiere bei sich parken -- bis der Zeitpunkt günstig ist. Für den Fall besonders guter Erträge hat sich der Bund jeweils einen Besserungsschein ausbedungen, der dann eine Mehrausschüttung sichert.

Dieses Haushalts-Instrument wurde dann von 1997 an fast in jedem Jahr bei der Telekom eingesetzt -- mit Ausnahme der Jahre 1999 bis 2002. Auch die Post AG musste bereits 1999 und 2003 so zur Entlastung des Bundes einspringen. Zwischendurch brachte die KfW in Stufen und nach Marktlage geschickt immer wieder Papiere an den Markt. Am 20. November 2000 ging die gelbe Post an die Börse: Bund und KfW platzierten rund 29 Prozent des Grundkapitals und konnten 6,6 Milliarden Euro einnehmen. Von solchen Einzelsummen kann ein Finanzminister heute nur noch träumen.

Mit den jetzigen Schritten wird das Ende großer Privatisierungen von Bundesvermögen, die 1961 mit Volkswagen-Aktien begannen, eingeläutet: Sind auch die verbleibenden 15,4 Prozent Telekom-Anteil des Bundes bald an die KfW verhökert, ist das Tafelsilber des Bundes so gut wie verkauft. Alle Folgeregierungen müssen dann sehen, wie sie von 2007 an das Vermächtnis eine strukturellen Defizits von jährlich 25 Milliarden Euro durch Einsparungen verhindern können. (Wolfgang Bunse, dpa) /
(jk[3]/c't) (jk/c't)

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  [3] mailto:jk@ct.heise.de
 
 
 
 

 
 
 
  http://www.welt.de/data/2005/07/13/744959.html

Ausverkauf in der Bundesschatzkammer

Rot-Grün verkaufte seit 1998 Bundesvermögen von 63,6 Milliarden Euro für Etatsanierung - 2006 weitere 23 Milliarden Euro geplant

von Cornelia Wolber

Berlin - Beim Lesen des Unionsprogramms muß Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) zum Heulen zumute gewesen sein. Hier findet sich so ziemlich alles wieder, was der Sozialdemokrat seit Jahren zur Sanierung der öffentlichen Kassen vorschlägt, aber nie hat umsetzen können, weil ihm der unionsgeführte Bundesrat stets die Gefolgschaft verweigerte: Das Ende der Eigenheimzulage, weitere Kürzung der Pendlerpauschale, schärfere Abschreibungsbedingungen und sogar der schrittweise Abbau der Steuerfreiheit auf Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Sonntagsarbeit. Alles dicke Brocken, die jährlich mit mehreren Milliarden zu Buche schlagen. Doch die Union hatte stets abgewunken: Weniger Steuersubventionen im Zusammenhang mit einer großen Steuerreform ja, aber nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern.

Mit dieser Blockadepolitik hätte die Union Bund und Länder in den Ruin getrieben, sagt Eichel. Tatsächlich aber ist die Misere zum größten Teil hausgemacht. Statt zu konsolidieren hat Eichels Vorgänger Oskar Lafontaine 1999 Wahlgeschenke verteilt. Die hat Eichel mit seinem viel gepriesenen Sparpaket 2000 wieder eingesammelt. Doch den Konjunkturboom damals für schmerzhaftere Einschnitte zu nutzen, war die rot-grüne Regierung nicht bereit. Diese Hasenfüßigkeit hat sich bitter gerächt. Als Folge der Konjunkturschwäche brachen die Steuereinnahmen weg und die Ausgaben für die hohe Zahl der Arbeitslosen stiegen. Um die Finanzierungslücke zu schließen, mußte Eichel immer neue Schulden aufnehmen.

Doch dem sind durch die Verfassung Grenzen gesetzt. So darf die Neuverschuldung die Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten. Die aber hatte Rot-Grün mittlerweile auf historisch niedrige Werte zusammengestrichen. Und so mußte Eichel immer tiefer in die Trickkiste greifen, damit die Etats den Anforderungen der Verfassung und des EU-Stabilitätspaktes genügten. Danach darf die Neuverschuldung von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialsystemen zusammen drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten.

Jahr für Jahr wurde die Wachstumsannahme, auf der der Etat aufbaut, zu hoch und die durchschnittliche Jahresarbeitslosigkeit zu niedrig angesetzt. Mit der Folge, daß die Zahlenwerke schon kurz nach Inkrafttreten Makulatur waren. Dennoch lehnte die Regierung Haushaltssperren regelmäßig ab. Jeweils im Herbst mußte sich Eichel dann per Nachtrag zusätzliche Kredite vom Parlament bewilligen lassen, um die die wachsende Finanzlücke zu schließen.

So kam der Entwurf für den Etat 2005 einem Offenbarungseid gleich. Nur durch Rekordprivatisierungen von 22,6 Mrd. Euro gelang es, die Neuverschuldung unter die Investitionen zu drücken. Die Summe beinhaltet den Verkauf von Anteilen an Deutscher Post und Deutscher Telekom, dem Duisburger Hafen und an Flughäfen. Zusätzlich werden Forderungen, die der Bund an Post und Telekom für die Pensionen ehemaliger Beschäftigter hat, verbrieft und an den Kapitalmarkt gebracht.

Diese kreative Geldbeschaffung kritisiert der Bundesrechnungshof scharf, weil dem Staat durch entgangene Zinszahlungen mittelfristig Geld fehlt. Doch Eichel macht weiter. "Angesichts der Blockade des vorgeschlagenen Subventionsabbaus muß die Bundesregierung noch einmal auf Maßnahmen zurückgreifen, zu deren Umsetzung sie nicht auf die Mitwirkung des Bundesrates angewiesen ist", heißt es in der Vorlage für den Etat 2006 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2009, die der Minister heute dem Kabinett vorlegt.

Einnahmen aus Forderungsverkäufen sowie Privatisierungserlöse in einer Größenordnung von rund 23 Mrd. Euro trügen dazu bei, die Verfassungsmäßigkeit des Haushalt 2006 sicherzustellen, heißt es in der Vorlage. Weil diese "Einmalmaßnahmen" jedoch nicht zur Berechnung des Staatsdefizits herangezogen werden dürfen, wird Deutschland auch in diesem und im nächsten Jahr den Stabilitätspakt verletzen.

Hinzu kommt, daß die Bundesschatzkammer nach den Privatisierungsorgien geplündert ist. Inklusive der noch 2005 geplanten Verkäufe hat die Regierung seit 1998 Vermögen im Wert von 63,6 Mrd. Euro verkauft, um damit Etatlöcher zu stopfen. Nun finden sich im Beteiligungsbericht neben der Deutschen Bahn AG nur noch gut 30 weitere Unternehmen sowie die eine oder andere Liegenschaft. Dann ist Schluß. Entsprechend weist Eichel im Entwurf für die mittelfristige Finanzplanung ab 2007 einen "strukturellen Handlungsbedarf" von jährlich 25 Mrd. Euro aus. Der könne gestillt werden, wenn die Union ihre Blockade aufgäbe.

Als Bundesfinanzminister wird Eichel das jedoch vermutlich nicht mehr erleben. Welche Parteien auch immer nach den möglichen Neuwahlen im September die Regierung stellen werden, Eichel wird dem Kabinett nicht mehr angehören. Die Lorbeeren für den anstehenden Subventionsabbau werden andere einheimsen. Und sollte die Union das Ruder übernehmen, wird das mit sinkenden Einkommensteuersätzen einhergehen. Damit hätten CDU und CSU Wort gehalten. Einen ausgeglichenen Etat stellen sie jedoch erst für 2013 in Aussicht. Und auch das sei "sehr ambitioniert".

Artikel erschienen am Mi, 13. Juli 2005
 
 
 
 

 
 
 
  +++++++++ DOKUMENTATION +++++++++++++++++

Date: Mon, 18 Jul 2005 15:56:52 -0000
Bulgarian New Right


Die Rede in Jena am 11.06.2005

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Liebe Freunde!
 
Ich möchte Euch heute kurz mit den russischen Ideen und Gedanken zu Europa vertraut machen und Euch unsere Position dazu erläutern.
Wir feiern heute hier an diesem  Tag das Fest der  Völker Europas. Russland gehört auch zu Europa, obwohl einige Dogmatiker es immer noch als „Osten“ oder „slawisch“ ablehnen.
Russland hat aus mehreren Gründen eine äußerst wichtige Bedeutung für alle Länder Europas. Früher hatten wir Kriege und Differenzen. Endlich ist dem Blutvergießen ein Ende gesetzt worden. Wir müssen danach streben, dass uns die Grenzen nicht trennen, sondern vereinen. Unsere Länder müssen heute die drängenden Probleme gemeinsam lösen. Trotzdem bleibt natürlich die Tatsache bestehen, dass nach dem Blutvergießen des letzten Europäischen Krieges, bestimmte Fragen und Punkte ungelöst bleiben. Im Sinne einer zukünftigen Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Haus Europa, dürfen die Völker Europas keine Kriege mehr gegeneinander führen und sich nicht mehr aufhetzen lassen.
 
Davon wird heute auch auf den höchsten staatlichen Ebenen gesprochen. Eine besondere Rolle für die europäische Stabilität spielen die deutsch-russischen Beziehungen. Schröder und Putin sprechen ebenfalls über positive Beziehung zwischen unseren Ländern. Und gerade das ist wichtig. Nicht nur für die Behörden und den Staatsapparat, sondern für uns, für das Volk.
 
Russland hat weitreichende wirtschaftliche, militärische & politische Interessen in Europa. Diese Interessen können natürlich nur im Rahmen einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit realisiert werden. Eine europäische Stabilität ist ohne Russland heute kaum möglich...
 
Auch die Geschichte verbindet Russland eng mit Westeuropa. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die russische Geschichte ihren Ausgangspunkt an der Ostsee, im heutigen Deutschland, nimmt. Begründer der russischen Staatlichkeit waren die Waräger, die im 9. Jahrhundert staatliche Zentren in Nowgorod und Kiev gegründet hatten. Historiker haben gezeigt, dass die Waräger von der Südküste der Ostsee, aus demmecklenburgischen Gebieten stammen.
Ebenfalls von sehr großer Bedeutung für die Politik Europas waren die Beziehungen zwischen der russischen Dynastie und dem Fürstenhause von Mecklenburg. Diese beiden Geschlechter waren sich durchaus bewusst, dass die Beziehungen, auf die  gemeinsame Ostsee- Herkunft zurückzuführen ist. Das russische Kaiserhaus der Romanovs war dynastisch aufs engste mit der Ostsee verbunden. Viele russische Adelsgeschlechter stammen von der Ostseeküste. Diese Tatsache spielte später eine positive Rolle in der Politik Peters des Ersten, der danach strebte, dass Russland seine ihm gebührende Position in Europa erlangt.
 
Es gibt sehr viele positive Beispiele für Bündnisse zwischen Russland und dem übrigen Europa. Die deutsch-russische Freundschaft hat eine lange Tradition. Im 12. Jahrhundert wurden in den Verträgen von Nowgorod gemeinsame Handelsregeln und Bestimmungen für Außenpolitische Beziehungen beschrieben. Einige Zeit war Nowgorod eine Hansestadt, und beteiligte sich aktiv am politischen Leben Europas. Das Militärbündnis gegen das Osmanische Reich, die Teilnahme an der Anti-Napoleon-Koalition, die auf dem Wiener Kongress von 1814-1815 zwischen Russland, Preußen und Österreich besiegelte Heilige Allianz — all dies waren Ergebnisse einer fruchtbaren deutsch-russischen Zusammenarbeit und gemeinsamen Strategie sowie einer äußerst geschickten konservativen Diplomatie.
 
In der Geschichte Europas liegt die Grundlage für die Zusammenarbeiten aller europäischen Länder und Völker, und vor allen Russlands, Deutschlands, Englands, Frankreichs, Italiens, der skandinavischer Länder und so weiter.
Wir hatten aber leider schreckliche Tragödien. Zum Beispiel den Bolschewismus in Russland oder die beide Weltkriege in Europa.
Ich muss betonen, dass  der Bolschewismus keine Idee Russlands ist.
Es war für uns  Russen ein Betrug und ein blutiges Erlebnis mit Terror und Gewalt.  Der bolschewistische Schrecken darf nie wieder aufkommen!
Auch deshalb rufen wir heute: Nie wieder Bruderkrieg!
Heute hat Russland die gleichen  Probleme, wie der Rest  Europas. Das sind der ökonomische Niedergang, die Kriminalität und die niedrigen Geburtenzahlen.
Herr Wolfgang Strauss hat richtig geschrieben: „Für Deutsche und Russen stellen die amerikanische Massenkultur sowie der westliche Liberalismus die tödlichste Bedrohung dar.  Nach den Plänen Washington ist das Ziel der „Neuen Weltordnung“ die Kolonisierung des europäischen Kontinents und die Vernichtung der Eigenständigkeit sowohl des russischen als auch des deutschen Volkes.“
 
Aber wir müssen heute zusammen stehen für unsere Länder! Für Russland, für Deutschland, für England, für Skandinavien, für die Osteuropäische Länder und so weiter.
Für Europa!
Gerade hier und heute sind gute Voraussetzungen um  ein neues Europa zu schaffen, das in vollem Maße auf europäischen Traditionen begründet wird.
Lang lebe die deutsch-russische Freundschaft!
Ruhm den verwandten Völker Deutschlands und Russlands!
Lang lebe unsere Europa der Völker und Vaterländer!
 
Vielen Dank
 
www.kanatangra.wallst.ru

http://bulgaria88.narod.ru/WSEWOLOD-MERKULOV.htm

Here are some other Cultural Groups which have regular Meeting ans
Events which are New Right and also linked with the Thule Seminar in
Germany.

www.bulgaria88.narod.ru/

and the Dulo Gesellschaft

www.kanatangra.wallst.ru

+++++ Ende DOKUMENTATION +++++++
 
 
 
  Zufälle

Von Gerhoch Reisegger

Wer heuerte den Mordgesellen an, der den Papst töten sollte und warum, wenn es nicht die Kommunisten taten? Ich bekam auf diese Frage nie eine Antwort. Abrazos MARGE
MARJORIE:
All das ist auf der beiliegenden einen Seite (verschlüsselt) mitgeteilt. Man muß sie am PC zur besseren Auflösung etwas vergrößern. Dann wird die Beschaffenheit der Karriere des Papstes klar. Es gibt da keinen Grund für Lobhudelei für diesen Medien-Clown.
Erklärung zu den beiliegenden Bildern: In den 20-er Jahren veröffentlichte General LUDENDDORFF (der Sieger von Tannenberg in Ostpreußen im Jahre 1914), jemand mit guten Einsichten, aber ein Gegner HITLERS, in einem seiner Bücher über freimaurerische Spitzfindigkeiten diese Zeichnung eines Mönches, dessen rechte Hand amputiert war, um die Durchdringung der Kirche zu symbolisieren.
Dies zu wissen erleichtert das Verständnis, warum die IHT den “Irrtum” bei 15.000 von 100.000 Bild-Postkarten veröffentlichte, die WOYTILA mit einem amputierten Arm und einen verdächtigen „M“ (im päpstlichen Wappen) zeigten, was beides für die restliche Auflage der 85.000 Postkarten korrigiert wurde.
Der Papst und seine Umgebung verstehen dies sehr genau, nicht zuletzt deshalb, weil dies dem polnischen Arzt, einem Freund aus den frühen Studententagen in Krakau, von jemand gezeigt wurde, der dann später auch WOYTILA behandelte, und ein IHT-„Signal“ der Ermordung Papst Johannes Paul I. vorausging.
Nach dieser “Lektion” gehorchten der Papst, der bereits in einer Karikatur in „La Nazione“ verdächtigt wurde ein Freimaurer zu sein, wie auch wenigstens die Hälfte des Kardinalskollegiums, einschließlich des verstorbenen SPELLMAN , indem er den Oberrabbiner an einem 13. besuchte, was sich 10 Jahre später noch in der Fälschung des Vaterunsers in der Spanisch-sprechenden Welt steigerte.
Ministerpräsident ANDREOTTI sagte zu der Zeit, wie von der FAZ berichtet wurde, daß dieses Attentat wahrscheinlich „westliche“ Dienste verübt hatten, den M.ss.d eingeschlossen. – Warum? – Der Schriftsteller HONSIK, Autor des Buches über WIZENTHAL, schrieb 1993, daß es eine Konfrontation zwischen der „christlichen“ und der islamischen Welt heraufbeschwören sollte. Die Ereignisse geben ihm heute recht.
BUSH lebt unter demselben Terror wie WOYTILA, und er gehorcht auch. BUSH ist ein weiterer Fall.

1) Aus der Zeit "ESTHERS" wird berichtet, wie an einem 13. der geplante Mord (an den Juden) in eine Bestrafung der Verfolger verwandelt wurde; der 13. wird als glücklicher Tag von dieser Minderheit angesehen, und konsequenterweise als unglücklicher von der Mehrheit, außer in Japan, wo sie aus offensichtlichen Gründen keine Rolle spielen. Ein merk-würdiges Datum ist die jüngste Wiedergründung des Sanhedrin nach 1600 Jahren, auch an einem 13. (im Oktober 2004; AFP 2/05) Die Freimaurer narren uns immer mit dem 11. , wie es die New Yorker bitter erfahren mußten, in gleicher Weise wie die Bevölkerung Madrids am 11. 3. Elf wurden von NMT in Nürnberg zum Tod durch den Strick verurteilt (wozu die I.r.a.l.i´sche Botschaft in Frankfurt vor ein paar Jahren erklärte, daß die Zahl auf 10 reduziert wurde, indem man GÖRING eine Pille zum Selbstmord zukommen ließ, um damit an die 10 Söhne HAMANS zu erinnern, die ESTER unerklärlicherweise nochmals hängen sehen wollte, nachdem sie zuvor schon aufgehängt worden waren, womit „signalisiert“ werden sollte, daß ähnliches auch in Zukunft geschehen würde. Übrigens ein Präzedenzfall für die Kollektivschuld.
Fall sie dies bezweifeln, ein Freund traf SPELLMAN mit einer Schürze bekleidet. Natürlich hat dies nicht die gleiche Bedeutung wie bei den französischen, italienischen oder dem Freimaurern am Balkan. Auch PUTIN könnte einer sein; jedenfalls wurde er auf jenem seltsamen Photo mit ausgestrecktem Zeigefinger abgebildet, was wir natürlich auch tun, aber das wird dann nicht veröffentlicht. Ich kann ihnen den Brief an die IHT dieses guten Freundes senden. Vielleicht veröffentlicht ihn der San Antonio Express oder BARNES über ihre Vermittlung, da dies die IHT gewiß nicht tun wird.
 
 
 
  http://de.rian.ru/rian/index.cfm?prd_id=567&msg_id=5522818&startrow=1&date=2005-05-03&do_alert=0

Venezuela entscheidet zwischen MiG- und Su-Kampfjets


03.05.2005

MOSKAU, 03. Mai (RIA Nowosti). Die beiden größten russischen Kampfflugzeugbauer werden in Venezuela miteinander in Rivalität geraten. Das venezolanische Verteidigungsministerium kündigte an, Jagdflugzeuge Su-27 und Jagdbomber Su-25 kaufen zu wollen - ohne dabei die Verhandlungen über den Kauf von Jägern des Typs MiG-29 SMT abgeschlossen zu haben, meldet die angesehene Tageszeitung "Wedomosti".

Mit den Erzeugnissen des russischen Rüstungskonzerns Suchoi hatte sich eine Delegation des venezolanischen Verteidigungsministeriums auf einer lateinamerikanischen Rüstungsmesse in Rio de Janeiro vertraut gemacht, die
am Freitag voriger Woche zu Ende gegangen war. Nun will Venezuela zehn bis zwölf Jäger Su-27 für seine Marine und ebenso viele Jagdbomber Su-25 für die Luftwaffe erwerben.

Im Oktober 2004 versprach Moskau dem venezolanischen Präsidenten, Waffen im Wert von 500 Millionen US-Dollar an Venezuela zu liefern. Der erste Vertrag über die Lieferung von zehn Hubschraubern vom Typ Mi-17 und Mi-26 und
100.000 Kalaschnikow-Maschinenpistolen im Wert von 120 Millionen Dollar wurde im Februar abgeschlossen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld befürchtete damals, dass die Waffen aus Venezuela in die Hände von Rebellen in Columbia und anderer antiamerikanischer Kräfte in Lateinamerika gelangen können.

Venezuela hat Probleme mit Kampfflugzeugen, nachdem sich die USA geweigert haben, Ersatzteile für die noch vor dem Machtantritt von Hugo Chavez verkauften 22 F-16-Jagdflugzeuge zu liefern, sagte Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse. Ihm zufolge könnte Russland Su-25 und Su-27 aus der Reserve seiner Luftstreitkräfte verkaufen, denn diese Maschinen werden nicht in Serie produziert. Der Wert dieses Deals wird laut Puchow rund 250 Millionen Dollar betragen, schreibt die Zeitung.

Der andere russische Waffenproduzent, der Konzern MiG, wäre der Verlierer dabei. Jetzt verhandelt MiG mit Venezuela nämlich über die Lieferung von Jagdflugzeugen MiG-29 SMT im Wert von ungefähr 250 Millionen US-Dollar, sagt Marat Kenschetajew, Experte aus dem Zentrum für Abrüstungsprobleme.
 
 

 
  10.07.05
Deal jetzt perfekt!
Venezuela erhält 50 Mig-29SMT-2.Dies ist die 3.Generation dieses Typs, bereits mit sparsameren Triebwerken in hellblauer Lackierung und ausgerüstet mit Marschflugkörpern um Seeziele zu bekämpfen! Die US-Drohgebärden Venezuela anzugreifen, könnten im Ernstfall nun fatal werden,da sehr schnell die US-Flugzeuträger ausgeschaltet werden können!
 
 
 
 

 
 
 
  http://www.die-kommenden.net/dk/zeitgeschichte/nationale_linke.htm

Wer hat Angst vor der nationalen Linken?

Von Jürgen Schwab

Viele Jäger sind des Hasen Tod. Kaum hatte Oskar Lafontaine mit der Thematisierung der „Fremdarbeiter“-Frage die nationale Linke aus der Flasche gelassen, bildete sich — wie auf Bestellung — eine unheilvolle „Querfront“ aller Bürgerkriegsparteien von links bis rechts, um gemeinsam das kleine linksnationale Flämmlein sofort wieder auszutreten.
Zunächst ging die antideutsche Aktion zur Säuberung des politischen Diskurses vom blick nach rechts aus, der aufgrund seiner Nähe zur SPD wohl auch aus wahlkampftaktischen Motiven Lafontaines Vorstoß attackierte. Man warf in dem Denunziationsorgan dem früheren SPD-Bundesvorsitzenden schlichtweg eine Nähe zum „Rechtsextremismus“ vor.

„Querfront“ gegen nationale Linke reicht von NPD bis zu Grünen

Wie auf Bestellung inszenierte NPD-Aktivist Thomas Wulff in einem rechten Internetforum den Nazi-Schreck: NPD-Mitglieder und freie Nationalisten, so Wulff, sollten aufgrund inhaltlicher Übereinstimmungen in nationalen Fragen sofort in die WASG eintreten. Prompt lesen wir bundesweit in der Presse von einer „Unterwanderung“ der WASG durch die NPD.
Das stärkte natürlich diejenigen Kräfte der Linken, die ohnehin aus antideutschen Motiven seit Jahren nationale Standpunkte in ihren eigenen Reihen bekämpfen. Hierzu gehört Bodo Ramelow, Bundeswahlkampfleiter der PDS, der sofort bemüht gewesen war, Lafontaine zurückzupfeifen. „Rechtsextreme Parolen“? So etwas schickt sich nicht für Linke!
Eine besondere Rolle bei der Verfemung nationaler Ideen spielt das Flaggschiff des Linksliberalismus in der BRD, Die Zeit, die sich seit längerem in Amerikanismus übt, wobei der Hamburger Redaktion selbst die Außenpolitik Schröders und Fischers als zu national und kontinentaleuropäisch gilt. Jörg Lau wirft in der Zeit dem wackeren Lafontaine vor, dieser bediene „hemmungslos das ganze Spektrum extremistischer Ansichten“. Der PDS attestiert Lau „im Osten seit jeher linke Gerechtigkeits- und rechte Gemeinschaftsrhetorik flüssig miteinander“ zu kombinieren.
In die gleiche Kerbe schlägt der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jerzy Montag, der Lafontaines „Fremdarbeiter“ als ein „Unwort aus der Zeit des Nationalsozialismus“ schmähte. Daraufhin lästerte Werner Pirker in Junge Welt über das „gutmenschliche Gewissen“ von Jerzy Montag.

Nationalbolschewistische Junge Welt verteidigt Lafontaine-Kurs

Auch sonst fand Lafontaine bei seinem linksnationalen Vorstoß großen publizistischen Rückhalt bei Werner Pirker und Jürgen Elsässer und weiteren Autoren von Junge Welt. Das ehemalige FDJ-Organ, das sich seit der „Wende“ als bundesweite Tageszeitung halten kann, besitzt eine nicht zu unterschätzende nationalbolschewistische Tendenz, die Starthilfe für einen neuen linken Diskurs über die Nation sein könnte.
Derweil ruft NPD-Parteivorsitzender Udo Voigt auf dem sächsischen Landesparteitag der Nationaldemokraten zur Unterwanderung der WASG auf und liefert damit die Stichworte für die antideutsche Linke. Sieht man einmal von dem medialen Strohfeuer ab, das die Kampagne Wulffs und Voigts der NPD im Vorfeld der Bundestagswahl bescheren dürfte, so wirkt diese Kampagne unglaubwürdig und unseriös. Und zwar in beiderlei Richtungen des politischen Koordinatensytems:
Einerseits dürfte wohl kaum ein NPD-Aktivist in allem Ernst glauben, er solle wirklich in die WASG eintreten. Eine Partei, die dazu auftruft, bei der Konkurrenz einzutreten — und sei es nur aus Wichtigtuerei — erscheint als überflüssig. Andererseits steht bei der WASG nun jedes Neumitglied, das nationale Standpunkte vertritt, unter Verdacht, ein NPD-Unterwanderer zu sein. Somit wird, durch NPD-Funktionäre provoziert, der nationale Gedanke gleich präventiv auf linker Seite diskreditiert.

Unterwanderungskampagne der NPD wirkt unseriös

Staatsführer denken an Volk und Staat, Parteipolitiker an die nächste Wahl. Natürlich macht sich der rechte Parteipolitiker Voigt, der die Wahlkampfkostenerstattungsgrenze von 1,0 Prozent fest im Blick hat, keine Gedanken darüber, daß die antideutsche Politik seit Gründung der BRD nur deshalb so gut funktioniert, weil die „Nation“ im öffentlichen Diskurs als ausschließliche Sache von gesellschaftlich stigmatisierten „Rechtsextremisten“, und nicht etwa der Deutschen an sich, gilt. Indem Voigt und Wulff zur Unterwanderung der WASG aufrufen, betreiben sie — bewußt oder unbewußt — das Geschäft derjenigen Kräfte, die alles dafür tun, daß die „Nation“ auch weiterhin in den VS-Berichten ausschließlich unter der Rubrik „Rechtsextremismus“ eingruppiert bleibt.
Eine glaubwürdige Querfront-Strategie müßte zunächst den Vorstoß Lafontaines loben, egal ob dieser populistisch gemeint ist, und in einem weiteren Schritt WASG und PDS in nationalen und sozialen Fragen eine Zusammenarbeit in den Parlamenten in Aussicht stellen. Stattdessen macht Holger Apfel im sächsischen Landtag einseitige Bündnisangebote an die CDU, um vor allem eine gesellschaftliche Ausgrenzung der PDS betreiben zu können. Dabei sollte doch feststehen, daß für Nationalisten Christine Ostrowski (PDS) genauso bündnisfähig ist wie Peter Gauweiler (CSU).

Rechte Bürgerkriegsposition benötigt 68er- und DDR-Feindbild

Thomas Wulff, der pauschal von der „blutbefleckten“ PDS spricht, scheint es immerhin darauf anzulegen, daß die Bürgerkriegsposition seiner „Volksfront von rechts“ auf längere Zeit zementiert bleibt, weshalb seine „Querfront“-Strategie unglaubwürdig und dilettantisch wirkt. In die gleiche Kerbe schlägt sein Chef Udo Voigt, der — im Jahr 2005! — immer noch gegen die „Mauermörderpartei“ SED/PDS ins Feld zieht, so daß man den Eindruck gewinnen muß, der NPD-Parteivorsitzende sei geistig im Jahr 1988 stehen geblieben, als noch die gute alte Blockkonfrontation ehemaligen Bundeswehroffizieren „politische“ Orientierung ermöglichte.
In einer Erklärung der neugegründeten „Dresdner Schule“ werden gar — rückwärtsgewandt — die „Frankfurter Schule“ und die Studentenrevolte von 1968 zum alles entscheidenden Feindbild des Jahres 2005 (!) erhoben. Da muß schon die Frage gestattet sein, ob denn die sächsischen Nationaldemokraten wirklich daran glauben, daß sich Schröder und Fischer bei ihrer rotgrünen Regierungspolitik den sozialistischen Grundsätzen ihrer 68er Vergangenheit verpflichtet fühlen — und nicht etwa den Grundsätzen des Neoliberalismus? Daß führende CDU-Politiker, auch im sächsischen Landtag, mit dieser rechten Bürgerkriegsposition der NPD übereinstimmen können, versteht sich von selbst. Daß die 68er Generation nur auf dem Fundament aufbauen konnte, das die alliierten Sieger mit Hilfe der deutschen Erlebnisgeneration nach dem 23. Mai 1945 in Westdeutschland gelegt hatten, macht in diesen Tagen Hans-Dietrich Sander deutlich (www.staatsbriefe.de):
„Der unaufhaltsame Abstieg der BRD, der sich so langsam vollzog, daß nur wenige ihn bemerkten, wird meistens auf die 68er zurückgeführt. Das ist zu kurzschlüssig gesehen, selbst wenn man sie, wie die Tochter von Ulrike Meinhof, nicht nur links sondern quer durch alle Parteien verortet. Die Fehlentwicklung begann mit der Stunde Null, dem Trauma einer Niederlage, die von einer Wucht war, die bis dato alle Besiegten in der Weltgeschichte ausgelöscht hatte. [...] Indem die davongekommene Kriegsgeneration im Wiederaufbau des zerstörten Landes Großes leistete, aber politisch völlig versagte, legte sie die Fundamente, auf denen sich später die 68er unbehindert austoben konnten.“

Die NPD-Führung hat Angst vor der linken Konkurrenz

Unterdessen treibt die NPD-Führung die nackte Angst vor der linksnationalen Konkurrenz, die bei der bevorstehenden Bundestagswahl sozialistisch gestimmte NPD-Wähler an sich binden möchte. So kündigen Lafontaine und Gysi in einem Gespräch mit dem Magazin Stern an, bisherige NPD-Wähler für die Linkspartei gewinnen zu wollen. „Natürlich müssen sich alle Parteien Gedanken machen, wie sie der NPD irregeleitete Wähler wegnehmen können. Ich kämpfe um die“, sagt Gysi. Lafontaine fügt hinzu: „Wir dürfen das Thema Schutz vor Billiglohnkonkurrenz nicht der NPD überlassen. Die NPD hat Probleme, wenn eine linke Partei konsequent Arbeitnehmerrechte vertritt. Das ist gewollt.“
Dies klingt zugegebenermaßen nach taktischem Kalkül. Dabei könnten sich Linke auf eigene nationale Traditionen berufen, wie auf Friedrich Engels, der 1840 schrieb: „Wir wollen aufhören, die Narren der Fremden zu sein und zusammenhalten zu einem einzigen, unteilbaren, starken, freien deutschen Volke.“
In diesem Sinne sind die „Fremden“ heute in ökonomischer Konsequenz die „Fremdarbeiter“, die deutschen Arbeitern die Arbeitsplätze wegnehmen. Die Ursache für diese Entwicklung sind beim internationalen Kapital zu suchen, das die nationalstaatlichen Grenzen niederreißt und somit dem Freihandel — auch bei der Ware Arbeit — Tür und Tor öffnet, weshalb seit 2001 — laut Gewerkschaftsangaben — 26.000 Fleischarbeiter in Deutschland ihren Arbeitsplatz verloren haben und gegen Billiglöhner aus dem Osten (vor allem aus Polen) ausgetauscht wurden.

Die NPD besitzt keine linksnationalen Köpfe

Der NPD fehlt unterdessen der sozialistische Stallgeruch, um der linken Konkurrenz standhalten zu können. Mit substanzlosen Parolen („Nationaler Sozialismus“), die eher an braune Traditionsbestände erinnern, als eine konkrete sozialrevolutionäre Alternative sichtbar werden zu lassen, wird man wohl beim Kampf um Arbeiterstimmen gegen das neue Linksbündnis den Kürzeren ziehen.
Die NPD-Führung hat es seit den neunziger Jahren versäumt, namhafte und profilierte linksnationale Köpfe an die Partei zu binden. Das sächsische ehemalige SED-Mitglied Michael Nier, das profunde Kapitalismuskritik zu entwickeln weiß, hat man ebenso wieder aus der Partei hinausgedrängt wie den ehemaligen westdeutschen kommunistischen Kader und sozialpolitischen Experten Frank Kerkhoff. Beim Hamburger Nationalmarxisten Reinhold Oberlercher dürfte es das hohe Abstraktionsniveau sein, das ihn als Theoretiker der NPD ungeeignet erscheinen läßt. Im Jahr 1999 war Oberlercher immerhin Gastkolumnist der NPD-Parteizeitung Deutsche Stimme.
Daß Nier, Kerkhoff und Oberlercher mit kommunistischer Programmatik längst gebrochen haben, hat ihnen nichts genutzt. Solche Leute können ihre Abkehr vom Kommunismus noch so oft beteuern, die rechten Bürgerkriegskämpfer der NPD, die ihnen intellektuell hoffnungslos unterlegen sind, nutzen gerne das bolschewistische Schreckgespenst, um unangenehme Konkurrenten bei der Jagd um Posten und Mandate loszuwerden. Und die Parteibasis fällt darauf herein. Man glaubt zwar, auf die Kapitalismusanalyse von Karl Marx verzichten zu können, sieht sich aber außerstande, dem bürgerlichen Großsprechertum des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Peter Marx die rote Karte zu zeigen.

In Wurzen widersprechen sich sozialer Anspruch und neoliberale Wirklichkeit

Der Versuch jedoch, linke Wähler ohne linke Köpfe anzusprechen, dürfte dauerhaft erfolglos bleiben. Dies zeigt das Beispiel der FPÖ, der es vor wenigen Jahren gelang, unter der Arbeiterschaft Wiens große Stimmenanteile zu gewinnen, wobei die mangelhafte sozialpolitische Kompetenz und fehlende Glaubwürdigkeit bewirkten (Sozialabbau und Privatisierungsmaßnahmen der schwarzblauen Regierung), daß die Nationalliberalen von österreichweit rund 28 Prozent auf nunmehr rund sieben Prozent (FPÖ und BZÖ zusammen) abstürzten.
Die Wähler aus dem Arbeitermilieu, die unlängst noch FPÖ gewählt hatten, geben jetzt wieder ihre Stimme SPÖ und KPÖ. Dem Grazer KPÖ-Stadtrat Ernest Kaltenegger, der sich seit Jahren für die Rechte von Mietern einsetzt, nehmen die Wähler den sozialpolitischen Anspruch ab.
Der NPD im sächsischen Wurzen nehmen die Wähler die soziale Rolle mittlerweile wohl eher nicht mehr ab. Dort sitzen die Nationaldemokraten derzeit mit rund zwölf Prozent und drei Sitzen im Stadtrat. In Wurzen gelang es vor ein paar Monaten der CDU, mit den Stimmen der NPD-Stadträte ein „Haushaltssicherungskonzept“ durchzudrücken, das es in sich hatte: Nichtbesetzung von 23 Stellen in der Verwaltung, Erhöhung der Nutzungsgebühren für Bibliotheksnutzer, einen höheren Pachtzins für Kleingärtner, Gebührenerhöhung bei Standesamt und Einwohnermeldeamt sowie Zusammenstreichung der Putzstellen an den Schulen.
Da kann man nur sagen: Schnauze voll!
 
 
 
 
http://www.presseportal.de/polizeipresse/p_story.htx?nr=698440&firmaid=58451&keygroup=

LKA-NRW:
Ermittlungskommission des LKA NRW gelingt weltweiter Schlag gegen international operierende Drogenschmugglerbande
- Über eine Tonne reines Kokain sichergestellt, mehr als 220 Personen festgenommen

05.07.2005 - 13:30 Uhr

Düsseldorf (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der
Staatsanwaltschaft Düsseldorf und dem Landeskriminalamt NRW,
Düsseldorf:

Ermittlern des Landeskriminalamtes NRW (LKA NRW) gelang es gemeinsam mit der brasilianischen Bundespolizei am 17. Juni 2005 in Sao Paulo / Brasilien 20 führende libanesische Hintermänner eines weltweit tätigen Kokainkartells festnehmen zu lassen. Dabei konnten 64 Kilogramm reines Kokain sichergestellt werden. Gegen diesen Personenkreis bestanden Haftbefehle des Amtsgerichtes Düsseldorf, die die Staatsanwaltschaft Düsseldorf beantragt hatte. Die Festgenommenen befinden sich noch in brasilianischer Haft, Auslieferungs-anträge sind bereits durch die Rauschgift- und durch die Rechtshilfeabteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gestellt.

Seit Herbst 2001 ermittelte die Sonderkommission EK Brasil des LKA NRW unter Leitung von Kriminaloberrat (KOR) Roland Wolff in unterschiedlicher personeller Besetzung zunächst gegen die im Bereich Düsseldorf ansässigen Dealer und Residenten dieses Kartells. Über einen längeren Zeitraum bestand die EK Brasil aus 21 Ermittlern. Die Ermittlungen weiteten sich schnell auf ganz NRW aus, später wurden sie sogar bundesweit geführt. Das LKA NRW wurde bei den umfangreichen Ermittlungen durch Beamte aus den Kreispolizeibehörden Mönchengladbach, Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Gelsenkirchen, Wuppertal und Dortmund sowie vom Zoll unterstützt. Darüber hinaus wurden aufgrund von Hinweisen und in enger Abstimmung mit der EK Brasil gegen diese Tätergruppierung in der Schweiz, Belgien, Portugal, Spanien, Frankreich und später auch in Brasilien Ermittlungen geführt. Das Bundeskriminalamt unterstützte die Ermittlungen durch die zeitweise Einrichtung einer zentralen Informationsstelle, um die umfassenden Informationen an beteiligte Dienststellen im In-und Ausland zu steuern. Die überwiegend libanesisch-stämmigen Täter organisierten seit Mitte der 90er Jahre den Schmuggel von Kokain aus Kolumbien und Paraguay über Brasilien nach Europa, vorwiegend nach Deutschland. Das Kokain mit einem Reinheitsgehalt von mehr als 90 % wurde durch angeworbene Kuriere auf dem Luftweg nach Europa in Mengen von 3 - 16 Kilogramm in den unterschiedlichsten Transportbehältnissen verbracht. Durch die Ermittlungen konnten insgesamt 174 Personen als Kuriere (120 Frauen und 54 Männer) identifiziert und festgenommen werden. Der Kurierlohn variierte je nach Transportmenge zwischen 5.000 und 10.000 Euro pro Transport. Sehr schnell wurde bei den Ermittlungen deutlich, dass festgenommene Personen prompt in ihrer Funktion ersetzt wurden. Daher wurden bereits 2002 auf einer von der EK Brasil initiierten Arbeitsbesprechung bei Interpol Lyon nicht nur die europäischen Ermittlungs-behörden, sondern auch die brasilianische Bundespolizei hinzugebeten. Es folgten zahlreiche internationale Besprechungen und Tagungen, an denen auch die StA Düsseldorf beteiligt war, so dass letztlich auch die brasilianische Bundespolizei ein Verfahren gegen die in Brasilien ansässigen Hintermänner einleitete. Diese Ermittlungen wurden durch mehrmonatige Anwesenheit von Beamten der EK Brasil bei der Bundespolizei in Sao Paulo unterstützt. Diese vorbildliche Hilfe der brasilianischen Polizei trug jetzt Früchte. Sämtliche Hintermänner des Kartells konnten identifiziert und letztlich auch mit Haftbefehlen der Düsseldorfer Justiz festgenommen werden. Seit Beginn der Ermittlungen konnten europaweit über 200 Personen aus den unterschiedlichsten Ebenen der Organisation festgenommen werden, davon allein 90 Personen in Deutschland. In Brasilien gelang jetzt die Festnahme von weiteren 20 Personen, bei denen es sich um die oberste Führungshierarchie des Kartells handelt. Alle führenden Kartellangehörigen stammen aus einer Region der Bekaa-Talebene im Libanon und sind untereinander verwandt. Insgesamt konnten ca.1100 Kilogramm reinstes Kokain sichergestellt und dem illegalen Drogenmarkt entzogen werden. Der Straßenverkaufswert des sichergestellten Kokains dürfte, bei zurückhaltenden Schätzungen, ca. 110 Millionen Euro betragen. Insgesamt konnten Drogengelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro und 1 Segelyacht sichergestellt werden. Bisher wurden für einige der in Deutschland festgenommenen Tatbeteiligten Freiheitsstrafen von mehr als 270 Jahren verhängt. Der Ständige Vertreter des Direktors des Landeskriminalamtes NRW, Leitender Kriminaldirektor Harald Zimmer zeigte sich über diesen Erfolg äußerst zufrieden. "Hier haben wir gezeigt, dass wir die Kleinen nicht hängen und die Großen laufen lassen, sondern hier haben wir die oberste Hierarchieebene des Kartells festnehmen können", so Harald Zimmer heute in Düsseldorf. (Sch.)
 
 
 
  http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,363375,00.html

"Streicht diese Hilfe"

Der kenianische Wirtschaftsexperte James Shikwati über die schädlichen Folgen der westlichen Entwicklungspolitik, korrupte Herrscher und aufgebauschte Horrormeldungen aus Afrika


Horst Friedrichs
Globalisierungsbefürworter Shikwati: "Zu Bettlern erzogen"SPIEGEL: Herr Shikwati, auf dem G-8-Gipfel von Gleneagles soll mehr Hilfe für Afrika beschlossen werden ...

Shikwati: ... um Himmels willen, hören Sie bloß auf damit.

SPIEGEL: Aufhören? Die westlichen Industrienationen haben sich vorgenommen, Hunger und Armut zu eliminieren.

Shikwati: Solche Vorsätze schaden unserem Kontinent schon seit 40 Jahren. Wenn die Industrienationen den Afrikanern wirklich helfen wollen, sollten sie endlich diese furchtbare Hilfe streichen. Jenen Ländern, welche die meiste Entwicklungshilfe kassiert haben, geht es am schlechtesten. Trotz der Milliarden, die geflossen sind, ist der Kontinent arm.

SPIEGEL: Können Sie uns dieses Paradox erklären?
 
 

 
  Shikwati: Es werden riesige Bürokratien finanziert, Korruption und Selbstgefälligkeit gefördert, Afrikaner zu Bettlern erzogen und zur Unselbständigkeit. Zudem schwächt die Entwicklungshilfe überall die lokalen Märkte und den Unternehmergeist, den wir so dringend brauchen. Sie ist einer der Gründe für Afrikas Probleme, so absurd das klingen mag. Wenn sie abgeschafft würde, bekäme das der kleine Mann gar nicht mit. Nur die Funktionäre wären schockiert. Darum behaupten sie, die Welt ginge unter ohne diese Entwicklungshilfe.

SPIEGEL: Selbst in einem Land wie Kenia verhungern jedes Jahr Menschen. Denen muss doch geholfen werden.

Shikwati: Aber die Kenianer selbst müssen diesen Menschen helfen. Wenn in einer bestimmten Region Kenias eine Dürre herrscht, schreien unsere korrupten Politiker reflexartig nach mehr Hilfe. Dieser Ruf ereilt das Welternährungsprogramm der Uno - also eine riesige Behörde von Apparatschiks, die in der absurden Situation sind, sich zwar dem Kampf gegen den Hunger verschrieben zu haben, aber alle arbeitslos wären, würden sie diesen Hunger tatsächlich beseitigen. Sie nehmen naturgemäß die Bitte nach mehr Hilfe allzu bereitwillig auf, fordern nicht selten noch ein bisschen mehr, als es die jeweilige afrikanische Regierung getan hat, und leiten das Hilfeersuchen an ihre Zentrale weiter. Dann werden Tausende Tonnen Mais nach Afrika verschifft ...

SPIEGEL: ... der überwiegend von hochsubventionierten europäischen und amerikanischen Landwirten stammt ...

Shikwati: ... und dieser Mais landet irgendwann im Hafen von Mombasa. Ein Teil wandert oft direkt in die Hände skrupelloser Politiker, die ihn an ihren eigenen Stamm weiterleiten, um damit Wahlkampf zu machen. Ein anderer Teil kommt auf den Schwarzmarkt. Dort wird der Mais dann zu Dumpingpreisen verscherbelt. Ein einheimischer Bauer kann seine Hacke gleich aus der Hand legen, mit dem Uno-Welternährungsprogramm kann niemand mithalten. Und weil die Bauern unter diesem enormen Druck eingehen, hat Kenia auch keine Reserven, wenn nächstes Jahr tatsächlich eine Hungersnot entsteht - ein ganz simpler, aber folgenschwerer Kreislauf.

SPIEGEL: Täte das Welternährungsprogramm nichts, würden die Menschen verhungern.

Shikwati: Das glaube ich nicht. In diesem Fall müssten sich die Kenianer eben bequemen, Handelsbeziehungen zu Uganda oder Tansania aufzunehmen und die Nahrungsmittel dort einzukaufen. Dieser Handel ist lebensnotwendig für Afrika. Er würde uns zwingen, die Infrastruktur selbst zu verbessern und Grenzen, die übrigens die Europäer gezogen haben, wieder durchlässiger zu machen sowie Gesetze zu schaffen, die die Marktwirtschaft begünstigen.

SPIEGEL: Wäre Afrika überhaupt in der Lage, seine Probleme selbst zu lösen?

Shikwati: Natürlich. In kaum einem Land südlich der Sahara müsste tatsächlich gehungert werden. Zudem sind reichlich Bodenschätze

vorhanden: Öl, Gold, Diamanten. Afrika wird stets nur leidend dargestellt, dabei sind die meisten Zahlen maßlos übertrieben. In den Industrienationen wird immer der Eindruck erweckt, ohne Entwicklungshilfe würde Afrika untergehen. Aber glauben Sie mir: Afrika hat es schon vor euch Europäern gegeben. Und es ging uns gar nicht so schlecht.

SPIEGEL: Damals gab es Aids noch nicht.

Shikwati: Wenn man den Horrormeldungen Glauben schenken würde, müssten heute eigentlich alle Kenianer schon tot sein. Doch plötzlich werden überall Tests durchgeführt, und es stellt sich heraus, dass die Zahlen maßlos übertrieben wurden. Nicht mehr drei Millionen Kenianer sind nun infiziert, plötzlich ist es nur gut eine Million. Malaria ist ein ebenso großes Problem, doch darüber spricht kaum jemand.

SPIEGEL: Woran liegt das?

Shikwati: Aids ist ein Riesengeschäft, vielleicht das größte in Afrika. Mit nichts anderem kann man so viel Geld lockermachen wie mit schockierenden Aids-Zahlen. Aids ist hier eine politische Krankheit, wir sollten besonders misstrauisch sein.

SPIEGEL: Amerikaner und Europäer haben zugesagte Hilfe für Kenia eingefroren. Das Land, sagen sie, sei zu korrupt.

Shikwati: Ich befürchte nur, dass sie das Geld bald wieder auszahlen, es muss schließlich irgendwohin. Dem verheerenden europäischen Drang, Gutes zu tun, lässt sich bisweilen leider nicht mit Vernunft begegnen. Es ist doch völlig unverständlich, dass unmittelbar nach der Wahl der neuen kenianischen Regierung, welche die Diktatur Daniel arap Mois beendete, alle Hähne geöffnet wurden und das Geld in Strömen in dieses Land floss.

SPIEGEL: Solche Hilfe ist meist zweckgebunden.

Shikwati: Das ändert doch nichts. Millionen US-Dollar, die für den Kampf gegen Aids vorgesehen waren, liegen noch auf kenianischen Konten und werden nicht ausgegeben. Unsere Politiker wurden mit Geld überschüttet, dabei versuchen sie, möglichst viel auf die Seite zu schaffen. Der verstorbene Tyrann der Zentralafrikanischen Republik, Jean Bédel Bokassa, hat die Tatsachen zynisch auf den Punkt gebracht, als er sagte: "Alles in unserem Land wird von der französischen Regierung bezahlt. Wir fragen die Franzosen nach Geld, wir bekommen es - und verschwenden es."

SPIEGEL: Es gibt im Westen viele mitfühlende Bürger, die Afrika helfen wollen. Sie spenden jedes Jahr Geld, viele stecken ihre Kleider in Sammelsäcke ...

Shikwati: ... und überschwemmen unsere Märkte mit dem Zeug. Auf unseren sogenannten Mitumba-Märkten können wir die gespendeten Kleider billig kaufen. Es gibt Deutsche, die erwerben hier für ein paar Dollar gebrauchte Fußballhemden des FC Bayern München oder von Werder Bremen, die Kinder in Deutschland wohlmeinend den Afrikanern spenden wollten, versteigern sie für den dreifachen Preis bei Ebay und schicken sie zurück in ihre Heimat. Das ist doch Wahnsinn ...

SPIEGEL: ... und hoffentlich eine Ausnahme.

Shikwati: Was sollen diese Kleiderberge? Hier friert niemand, stattdessen werden unsere Schneider arbeitslos. Ihnen geht es wie den Bauern. So kostengünstig kann niemand aus der afrikanischen Billiglohnwelt sein, dass er mit den gespendeten Produkten mithalten könnte. 1997 waren in Nigeria 137.000 Arbeiter in der Textilindustrie tätig, im Jahr 2003 waren es noch 57 000. Und so sieht es überall aus, wo überschäumende Hilfsbereitschaft auf fragile afrikanische Märkte trifft.

SPIEGEL: Deutschland kam nach dem Zweiten Weltkrieg erst mit dem amerikanischen Geld des Marshall-Plans auf die Beine. War das nicht erfolgreiche Entwicklungshilfe?
 
 

 
  Shikwati: In Deutschland musste nur die zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Deutschland war vor dem Krieg, trotz der Wirtschaftskrise der Weimarer Republik, ein hochindustrialisiertes Land. Auch Thailands Tsunami-Schäden lassen sich mit ein bisschen Geld und Aufbauhilfe beheben. Afrika muss den Schritt in die Moderne jedoch erst selbst gehen. Es muss sich ein Mentalitätswechsel vollziehen. Wir müssen aufhören, uns als Almosenempfänger zu empfinden. Afrikaner sehen sich mittlerweile selbst nur noch als Opfer. Keiner kann sich hingegen einen Afrikaner als Geschäftsmann vorstellen. Um das zu erreichen, wäre es hilfreich, wenn sich die Hilfsorganisationen zurückzögen.

SPIEGEL: Wenn sie das täten, würden erst einmal viele Arbeitsplätze vernichtet ...

Shikwati: ... die völlig künstlich geschaffen wurden und die Realität verzerren. Natürlich: Die Jobs bei den ausländischen Organisationen sind sehr beliebt. Darum können sie sich auch immer die besten Leute aussuchen. Wenn eine Hilfsorganisation einen Fahrer braucht, dann bewerben sich Dutzende für diesen Posten. Da dem Entwicklungshelfer ja nicht zuzumuten ist, dass der Chauffeur nur seine Stammessprache beherrscht, muss also jemand her, der fließend Englisch spricht und nach Möglichkeit noch gute Manieren hat. Da fährt dann plötzlich ein afrikanischer Biochemiker einen Helfer durch die Gegend, um europäische Lebensmittel zu verteilen und damit die lokalen Bauern arbeitslos zu machen - was für ein Unsinn!

SPIEGEL: Die Bundesregierung ist stolz, genau zu überprüfen, wen sie unterstützt.

Shikwati: Und was kommt dabei heraus? Ein Desaster. Da hat sie Ruandas Präsidenten Paul Kagame das Geld in den Rachen geworfen. Dabei hat der Mann mittlerweile Millionen Menschen auf dem Gewissen, die seine Armee im Nachbarland Kongo umgebracht hat.

SPIEGEL: Was sollten die Deutschen tun?

Shikwati: Wenn sie wirklich die Armut bekämpfen wollen, sollten sie sich mit ihrer Entwicklungshilfe komplett zurückziehen und Afrika endlich die Chance geben, selbst für sein Überleben zu sorgen. Derzeit ist Afrika wie ein Kind, das immer gleich nach seinem Babysitter schreit, wenn etwas schief geht. Afrika sollte auf eigenen Füßen stehen.

INTERVIEW: THILO THIELKE
 
 
 
  http://www.nwz-online.de/nwz/index_2590.php?imgaddi=/nwz-bilder/klein/2005/07/19/&showid=699802&navpoint=1

19.07.05

Backenzahn in Belzec begraben

BERLIN
/DPA - Die Initiatoren des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas, Lea Rosh und Eberhard Jäckel, haben den Zahn eines Holocaust-Opfers auf dem Gelände des früheren Konzentrationslagers Belzec in Polen begraben. Ursprünglich wollte Rosh den Zahn in einer Stele des Holocaust-Mahnmals in Berlin unterbringen. Gegen das Vorhaben hatten einzelne jüdische Persönlichkeiten protestiert.
 
 
 
 

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